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Kleve
Zwei Minister zeichnen Kleve als vorbildliche Fahradstadt aus

Kleve. Großer Bahnhof für die Zweiräder - gleich zwei Minister zeichneten Kleve gestern Nachmittag als fahrradfreundliche Stadt aus: Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek waren ins Klever Kolpinghaus gekommen, um Kleve als 76. Mitglied im Reigen der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte (AGSF) in NRW begrüßen zu können. Kleve reiht sich damit zwischen Schöppingen als kleinster und Köln als größter Stadt in der AGSF ein.

"Ich bin erstaunt, dass Kleve erst jetzt AGSF-Stadt wird, wo es doch so nah an den Niederlanden liegt", sagte Groschek. Bevor er Kleve für seine Bemühungen lobte, mahnte er gleich, dass man aus dieser Gemeinschaft auch wieder herausgeworfen werden können - so wie jüngst Marl. Er sehe in naher Zukunft die E-Mobilität eher auf zwei, denn auf vier Rädern, dafür brauche man vernünftige Radwege. Hier werde das Land weiter investieren.

Zuvor hatte sich Barbara Hendricks an die Klever Vergangenheit erinnert, als sie als junges Mädchen auf der Großen Straße mit dem Rad in die Straßenbahnschienen kam und derbe stürzte. "Das vergisst man nicht", sagte Hendrcks. Heute sei sie froh, dass man dort jetzt in der Fußgängerzone zumindest zu bestimmten Zeiten fahren dürfe (allerdings sei sie früher zu diesen Zeiten auch ohne Erlaubnis durch die Stadt geradelt). Hendricks brach eine Lanze für die E-Bikes, mit denen man nicht nur den Klever Stau auf der Gruft umfahren, sondern auch die nicht gerade fahrradfreundliche Klever Topografie bezwingen könne. Kleves Bürgermeister Sonja Northing versprach, weiter am Konzept für ein fahrradfreundliches Kleve zu arbeiten und die Stadt diesbezüglich weiter zu entwickeln, und dankte ihren Mitarbeitern.

(mgr)
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