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230-km/h-Flucht durch Köln
Einbrecher rasen mit Porsche gegen Wand

230-km/h-Flucht durch Köln: Einbrecher rasen mit Porsche gegen Wand
In einem solchen Porsche Panamera flohen die Täter. Später fuhren sie damit gegen eine Wand. (Symbolfoto) FOTO: Hersteller
Köln. Nicht weit gekommen sind fünf Einbrecher (23, 20, 19, 27, 18) mit ihrer Beute in der Nacht auf Samstag in Köln-Weiden. Sie flohen mit bis zu 230 Kilometer pro Stunde in einem Porsche - und fuhren dann mit dem Wagen gegen eine Wand.

Gegen 0.15 Uhr war eine 21-jährige Kölnerin zu einem Einfamilienhaus an der Aachener Straße zurückgekehrt. Bereits von außen bemerkte sie Licht im Innenraum - und zwei ihr unbekannte Männer. Sofort alarmierte die junge Frau die Polizei.

Beim Eintreffen der ersten Polizeikräfte hatten die Verdächtigen das Wohnhaus gerade durch die rückwärtige, zuvor aufgehebelte Terrassentür verlassen. Auch mehrere aufmerksame Nachbarn hatten verdächtige Geräusche im Gartenbereich gehört und die Polizei alarmiert.

Die Beamten umstellten das weitläufige Areal. Einer der Täter (23) wurde dabei beobachtet, wie er über eine Mauer sprang und in Richtung eines Gastronomiebetriebes an der Aachener Straße lief. Sein Versuch, sich  neben die im Außenbereich stehenden Gäste zu stellen, misslang. Er wurde dort festgenommen.

Auf der nahen Stormstraße hatten unterdessen zwei der Flüchtigen in einem Porsche Panamera mit laufendem Motor auf ihre anderen Komplizen gewartet. Als eine herbeieilende Beamtin diese beiden Einbrecher daran hinderte, in das Fluchtfahrzeug einzusteigen, gab der Fahrer Gas und raste auf die Beamtin zu. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte sie eine Kollision vermeiden.

An der Aachener Straße konnten die Mittäter in das Fahrzeug zusteigen. Anhaltesignale der verfolgenden Streifenwagen missachtete der 19-jährige Fluchtwagenfahrer. Stattdessen versuchte er mit Geschwindigkeiten von bis zu 230km/h, sich dem polizeilichen Zugriff zu entziehen.

In Frechen schließlich geriet der Sportwagen außer Kontrolle und prallte gegen eine Wand. Infolgedessen erlitt der 18-Jährige schwere Verletzungen und musste im Rettungswagen in eine Klinik gefahren werden. Er verbleibt dort unter Bewachung stationär.

Alle vier Fahrzeuginsassen wurden festgenommen. Bei ihnen fand sich umfangreiches Diebesgut wie Schmuck und Bargeld, das sie aus dem Wohnhaus an der Aachener Straße entwendet hatten. Der schwer beschädigte Porsche Panamera wurde sichergestellt.

Die bereits polizeibekannten Südosteuropäer sind in Belgien gemeldet. In Deutschland können sie keinen festen Wohnsitz vorweisen. In ihren Vernehmungen waren sie teilgeständig. Noch am Wochenende erließ ein Richter Haftbefehle gegen das Quintett. 

(csr)
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