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Köln
700 Reisebusse an einem Wochenende

Köln. In der Vorweihnachtszeit wird es in der Innenstadt wieder voll. Bahn und KVB setzen mehr Züge ein, die S-Bahnen sollen im 20-Minuten-Takt fahren. Es werden mehr Gäste aus der Region und weniger aus dem Ausland erwartet. Von Stephan Eppinger

Es ist ein schon vertrautes Bild, wenn sich jetzt an den Adventswochenenden an der Komödienstraße wieder die Reisebusse und die Touristen knubbeln. Insgesamt werden 3500 Busse erwartet. An einem stark frequentierten Wochenende können das schon mal bis zu 700 sein. Um das Chaos in Grenzen zu halten, dürfen die Busse ihre Fahrgäste am Dom nur kurz aussteigen lassen und müssen dann diesen Bereich zum Parken zügig wieder verlassen. Unter der Woche und am Sonntag holen sie ihre Gäste am Nachmittag wieder in der City ab, am Samstag werden diese mit Shuttlebusse zu den Busstandorten in Deutz gebracht.

Samstags wird die Komödienstraße zur Einbahnstraße und wird zudem zwischen 8 und 20 Uhr für Autos gesperrt. Daher ist es sehr sinnvoll, diesen Bereich weiträumig zu um fahren. Wer dort parken möchte, kommt in die Dom-Tiefgarage nur über den Kurt-Hackenberg-Platz und kann diese nur über die Trankgasse wieder verlassen. Voll wird es auch im Bereich der Zufahrt zum Kaufhof-Parkhaus in der City. Dort kann es zeitweise Sperrungen geben.

Das beste ist für Autofahrer, die Innenstadt jetzt im Advent komplett zu meiden und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Dies ist beispielsweise an den P+R-Anlagen mit ihren 20 000 Parkplätzen möglich, die es unter anderem in Dellbrück, Stammheim oder Thielenbruch gibt. Parken kann man auch in den Parkhäusern an den Ringen, in Deutz und in der Tiefgarage des Rheinauhafens. An den Samstagen vor Weihnachten sind die Parktickets in den Parkhäusern der Lanxess-Arena und in der Tiefgarage am Kaiser-Wilhelm-Ring gleichzeitig Gruppentickets im ÖPNV für bis zu fünf Personen.

In der Hohen Straße wird es an den Adventssamstagen auch für Fußgänger eng. Dort kann das Ordnungsamt bei Bedarf die Zugänge sperren. Dieses stockt sein Personal in der Innenstadt deutlich auf. Deutliche Präsenz zeigen wird ebenfalls die Kölner Polizei. Diese ist mit VW-Bussen im Bereich der Fußgängerzonen Hohe Straße und Schildergasse sowie Am Hof vor Ort. Das Sicherheitsmobil am Hauptbahnhof ist kaputt und wird bis übernächste Woche durch VW-Busse ersetzt. Eine spezielle Dienststelle gibt es bei der Polizei für Taschendiebstähle. Das Standpersonal auf den Weihnachtsmärkten wurde geschult, um Taschendiebe erkennen und Besucher warnen zu können.

Insgesamt wird damit gerechnet, dass die Besucherzahl aus der Region steigen wird. Entsprechend verstärkt werden die Regionalzüge an den Adventssamstagen. Die S-Bahnen werden zwischen 9 und 20 Uhr größtenteils im 20 Minutentakt fahren. Insgesamt soll es im Advent 140000 zusätzliche Fahrplätze in den Zügen geben. Bei der KVB werden an den Samstagen auf den Linien 1 und 9 vom Vormittag bis zum Abend mehr Züge eingesetzt.

Was die internationalen Gäste angeht, rechnet Köln-Tourismus mit einem Besucherrückgang von sechs auch 5.5 Millionen. Gründe hierfür sind die Schwäche des britischen Pfunds durch den Brexit, die Auswirkungen des US-Wahljahrs und die Tatsache, das viele Gäste nach den Anschlägen Reiserouten über Paris und Brüssel meiden, was sich auch auf Köln auswirkt.

Beim Kölner Einzelhandel hofft man auf ein gutes Weihnachtsgeschäft, nachdem das Jahr bislang eher schwach bei den Umsätzen war. Entgegenwirken wollen die Händler mit einem Lieferservice direkt nach Hause oder mit längeren Öffnungszeiten bis 21 bzw. 22 Uhr. Am 4. Dezember gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag in der City.

Quelle: RP
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