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Prozess in Köln
Ärzte sollen mit Betrug mehr als eine Million Euro gemacht haben

Köln. Drei Kölner Ärzte müssen sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, von einer Laborgemeinschaft erbrachte Leistungen als "selbst erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt zu haben". 

Die Rechnungen gingen an Krankenkassen und Privatpatienten – insgesamt überwiesen die über einen Zeitraum von fünf Jahren 1,2 Millionen Euro an die Ärzte.

Die Mediziner, 49, 74 und 76 Jahre alt, bestreiten die Vorwürfe. Es habe sich keineswegs um Fremdleistungen gehandelt, die Untersuchungen seien in einem eigenen Labor durchgeführt worden, das zur Gemeinschaftspraxis gehöre.

Ihre Verteidiger streben Freisprüche an. "Unsere Mandanten waren und sind davon überzeugt, dass ihre Vorgehensweise legal war und sie die Leistungen abrechnen durften", hieß es am ersten Verhandlungstag am Landgericht. Mitarbeiter des Labors und Sachverständige müssen jetzt in den Zeugenstand.

Ein Urteil wird für den 22. November erwartet. 

(hsr)
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