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Köln
Anklage gegen zwei JVA-Beamte nach Brauhaus-Flucht

Stationen der Flucht des Sexualstraftäters
Stationen der Flucht des Sexualstraftäters FOTO: dpa, hk wst
Köln. Die Flucht eines verurteilten Vergewaltigers während eines bewachten Brauhaus-Ausgangs in Köln und ihre Folgen wird nun vor Gericht verhandelt. Die Staatsanwaltschaft hat zwei Justizvollzugsbeamte angeklagt. 

Der Straftäter war im Januar beim Toilettengang entwischt und erst drei Tage später wieder gefasst worden. Laut Anklage hatten die Beamten den Mann allein zum stillen Örtchen gehen lassen. Dadurch hätten sie seine Flucht billigend in Kauf genommen.

Den 52 und 40 Jahre alten Beamten werde Gefangenenbefreiung vorgeworfen, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Mehrere Medien hatten über die Anklage berichtet.

"Im Wesentlichen geht es um die Verletzung von Dienstpflichten", erläuterte der Sprecher. Ein Prozesstermin stehe noch nicht fest. Die Beamten sollen mit der Suche nach dem 58-Jährigen erst begonnen haben, als er nach einer knappen halben Stunde immer noch nicht von der Toilette zurückgekehrt war. Als sie ihn nicht fanden, verständigten sie schließlich die JVA Aachen und die Polizei – inzwischen war laut Anklage fast eine Stunde vergangen.

Der Straftäter war 1991 wegen mehrerer Vergewaltigungen zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Anschließend wurde er in der JVA Aachen in Sicherungsverwahrung genommen. Die beiden angeklagten Justizvollzugsbeamten begleiteten den Verurteilen bei einem Ausgang in die Domstadt, bei dem das Brauhaus besucht wurde.

(das/lnw)
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