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Affäre um Aufnahmerituale
Kölner SEK-Beamte müssen Geldbuße zahlen

So arbeitet ein Spezialeinsatzkommando (SEK)
So arbeitet ein Spezialeinsatzkommando (SEK)
Düsseldorf. Wegen umstrittener Aufnahmerituale bei einer Kölner Spezialeinheit müssen drei Polizisten Geldbußen zwischen 200 und 300 Euro zahlen. Neulinge waren unter anderem mit Handschellen aneinander gefesselt worden. 

Das Verwaltungsgericht in Düsseldorf hat die Klagen der Beamten gegen die Disziplinarmaßnahmen zurückgewiesen, wie das Gericht am Dienstag bekanntgab.

Im Mai 2014 hatte eine Gruppe von Beamten das Ende der informellen Probezeit von zwei jüngeren Beamten gefeiert: Dabei wurden die beiden Neulinge mit Handschellen aneinander gefesselt und mussten so eine Nacht verbringen. Außerdem sollten sie ekelerregend schmeckendes Eis aus dem Bereich der Oberschenkel eines anderen Beamten essen. Zudem sei ihnen Bier über den Luftschlauch einer Tauchermaske zugeführt worden.

Die Beamten hätten gegen ihre Wohlverhaltenspflicht verstoßen, nämlich die Pflicht zur Kollegialität. Ihr Verhalten lasse Achtung und Rücksicht gegenüber den jüngeren Kollegen vermissen. Gegen die Urteile kann noch beim Oberverwaltungsgericht in Münster vorgegangen werden (Az.: 35 K 10700/16.O). Die strafrechtlichen Ermittlungen waren eingestellt worden.

(sef/lnw)
 
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