| 14.18 Uhr

Köln
Ausschuss zu Silvester-Übergriffen besichtigt Tatort

Köln: Ausschuss zu Silvester-Übergriffen besichtigt Tatort
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses "Silvesternacht" im NRW-Landtag, Peter Biesenbach (vorne, CDU) geht vor dem Hauptbahnhof mit dem SPD-Obmann, Hans-Willi Körfges (l) , der CDU Obfrau Ina Scharrenbach (3.v.r) und dem Polizeidirektor Georg Schulz (2.v.r) am Dom entlang. FOTO: dpa, obe htf
Düsseldorf. Gut sieben Wochen nach den Übergriffen in der Kölner Silvester-Nacht hat der NRW-Untersuchungsausschuss mit einer Ortsbesichtigung seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium soll klären, wie es zu den Taten kommen konnte und wer die Verantwortung trägt.

Mitglieder des U-Ausschusses nahmen den Vorplatz des Hauptbahnhofs - dort hatten sich die meisten Übergriffe ereignet - in Augenschein sowie die örtlichen Gegebenheiten rund um den Dom. Der Ortstermin sei wichtig, um später bei Zeugenvernehmungen im Detail zu wissen, "wovon jeder spricht", sagte der Ausschussvorsitzende Peter Biesenbach (CDU) am Montag. Die ersten Zeugen sollen am 7. März befragt werden. Für seine Arbeit hat der Ausschuss ein Jahr Zeit.

An Silvester war es trotz Anwesenheit der Polizei zu massenhaften Straftaten gekommen. Hunderte Frauen wurden von Männergruppen - laut Zeugen vor allem nordafrikanischer oder arabischer Herkunft - umzingelt, sexuell bedrängt, bestohlen.

Rund 1100 Anzeigen sind bisher eingegangen. Der Ausschuss will klären, warum die Opfer nicht geschützt wurden, wer bei Polizei und in Politik wann worüber informiert war, wer für Fehler verantwortlich ist und wie sich solche Exzesse künftig verhindern lassen. Die Vorfälle hatten auch eine bundesweite Debatte über Integration, Asyl und Sicherheit ausgelöst. 

(lnw)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Köln: Ausschuss zu Silvester-Übergriffen besichtigt Tatort


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.