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Lebensgefahr
Frau springt aus brennendem Wohnhaus in Köln

Frau springt aus Fenster von brennendem Kölner Haus
Frau springt aus Fenster von brennendem Kölner Haus FOTO: Patrick Schüller
Köln. Bei einem Brand in der Kölner Südstadt ist eine Frau aus dem zweiten Obergeschoss eines Wohnhauses auf ein Luftpolster der Feuerwehr gesprungen. Für eine Rettung per Drehleiter war es zu spät. Die Frau erlitt lebensbedrohliche Brandverletzungen.

Das Feuer war laut Feuerwehr am Dienstagabend gegen 21.40 Uhr einem Mehrfamilienhaus in der Darmstädter Straße ausgebrochen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren das zweite und dritte Obergeschoss sowie das Dachgeschoss bereits stark verraucht. Die Obergeschosse standen nahezu vollständig in Flammen.

Im zweiten Obergeschoss hatte sich eine Frau auf ein Fenstersims gerettet. Sie war Flammen und Rauch unmittelbar ausgesetzt. Deshalb entschied die Feuerwehr, dass keine Zeit mehr für den Aufbau einer Drehleiter war, über die die Bewohnerin hätte gerettet werden können. Stattdessen wurde ein Sprungpolster in den Hinterhof unterhalb des Fensters gebracht. Die Frau sprang aus dem zweiten Obergeschoss auf das Luftpolster.

Die 59-Jährige wurde vor Ort von einem Notarzt versorgt. Sie wurde mit lebensbedrohlichen Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. 

Gebäudeteil nach Brand unbewohnbar

Weil unklar war, ob sich noch weitere Personen in dem Gebäude befanden, forderte die Feuerwehr Verstärkung an. Die Einsatzkräfte durchsuchten unter Einsatz von Atemschutzgeräten die drei Brandwohnungen. Es wurden keine weiteren Personen gefunden. Aus einer der Wohnungen wurde eine Schildkröte gerettet.

Hier gibt es Bilder vom Brand.

Wegen der Altbauweise des Gebäudes gestaltete sich das Löschen des Brandes schwierig und dauerte bis gegen Mitternacht. Die Bewohner der Nachbarwohnungen in einem angrenzenden Gebäudeteil konnten nach Abschluss der Löschmaßnahmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Bewohner aus dem unmittelbar von dem Feuer betroffenen Gebäudeteil können zunächst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Sie sind bei Freunden und Verwandten untergekommen.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 61 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen der Feuerwachen Innenstadt, Marienburg, Deutz, Lindenthal, Weidenpesch sowie dem Führungsdienst der Branddirektion im Einsatz.

(lsa)