| 12.16 Uhr

Witzige Polizeimeldung
Kölner Polizei veralbert Smart als "Rennsemmel"

Köln. Ein Smartfahrer hat mitten auf der A3 bei Köln gewendet und so die Polizei auf den Plan gerufen. Die reagiert mit Humor und sinniert in ihrer Meldung zum Vorfall, ob der Fahrer ein "fanatischer Ballett-Fan" sei, der mit seiner "Rennsemmel" "Pirouetten" drehen wollte.

Polizeimeldungen geben in der Regel die Fakten eine Einsatzes sachlich und mitunter etwas trocken wieder. Eine aktuelle Meldung der Polizei Köln jedoch lässt schmunzeln. Es geht um einen Einsatz auf der A3 bei Köln vom vergangenen Mittwoch.

Gegen 15 Uhr war ein Streifenwagen auf der A3 in Richtung Oberhausen zwischen Heumarer Dreieck und Kreuz Köln-Ost unterwegs. Zeugen hatten gemeldet, dass dort ein Motorradfahrer seine Seitentaschen verloren hätte, die jetzt auf der Fahrbahn lägen.

Die Taschen fand die Polizei zwar nicht. Stattdessen sahen sie, wie ein Smart mit Leverkusener Zulassung plötzlich wendete und auf den Streifenwagen zufuhr. Die Polizei beschreibt das in ihrer – sehr humorvollen – Polizeimeldung so: "Plötzlich und unvermittelt wendete der Fahrer seine 'Rennsemmel' und fuhr nun geradewegs auf den Streifenwagen zu. Fassungslos richteten sich die Polizisten darauf ein, den Verkehr komplett zu stoppen. Denn mutmaßlich beabsichtigte der Smartfahrer (...), die von ihm am Dreieck Heumar soeben verpasste Auffahrt zur A4 in Richtung Aachen 'nachzuholen'. Doch weit gefehlt – nach kurzer Zeit wendete der Smartfahrer wieder, um jetzt wie selbstverständlich der vorgeschriebenen Fahrtrichtung zu folgen."

Die Streifenpolizisten hielten den 44 Jahre alten Mann auf dem Seitenstreifen an. Auf die Frage nach dem Grund für sein waghalsiges Manöver sagte der Mann, der laut Polizei nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand: "Es kam so über mich." Seiner Meinung nach habe "doch gar nichts passieren" können, weil die Polizei die Autobahn zuvor auf der Suche nach den Motorradtaschen gesperrt hatte. 

Die Polizei sah das anders. Der Smartfahrer bekommt zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. Außerdem muss er ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro zahlen. Über das Verhalten des Autofahrers sinniert die Polizei in ihrer Meldung so: "Ob er gegebenenfalls fanatischer Ballett-Fan ist und in dieser Eigenschaft die ein oder andere Pirouette zu viel gesehen hat – diese Frage blieb vor Ort ungeklärt".

(lsa)
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