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33 Festnahmen, hunderte Kontrollen
Polizei berichtet von unruhiger Halloween-Nacht in Köln

Köln: Polizei zu Halloween im Dauereinsatz - Festnahmen, sexuelle Belästigung und mehr
Polizisten vor dem Kölner Hauptbahnhof. FOTO: dpa, obe vfd
Köln. Die Kölner Polizei hatte in der Halloween-Nacht viel zu tun und musste sogar kurzfristig Verstärkung anfordern. Es kam zu Schlägereien, sexuellen Belästigungen und zahlreichen Festnahmen.

Zwischen 20 Uhr am Abend und 6 Uhr am Mittwochmorgen waren die Beamten in Köln im Einsatz. Schon früh hatten sich am Halloween-Abend im Bereich des Hauptbahnhofs, des Domumfeldes und der Altstadt teilweise stark alkoholisierte und aggressive Männergruppen vermehrt arabischen und nordafrikanischen Aussehens versammelt. Die Kölner Polizei forderte deshalb kurzfristig rund 100 zusätzliche Beamte von umliegenden Behörden an. 

"Es war eine intensive Nacht", sagte ein Polizeisprecher im Gespräch mit unserer Redaktion. "In der Stadt war es extrem voll, nicht zu vergleichen mit ähnlichen Feiertagen wie den Tanz in den Mai." Um diesen Andrang absichern zu könne, habe man die zusätzlichen Kräfte angefordert. "Das ist schon außergewöhnlich", sagte ein Sprecher. Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte in Köln und Leverkusen im Laufe der Nacht 33 Menschen in Gewahrsam.

Drei Frauen in der Altstadt "begrabscht"

Weitere genaue Zahlen könne die Behörde noch nicht nennen, doch eine erste Einschätzung veröffentlichte die Kölner Polizei am Mittwochvormittag. So wurden die Personalien von mehreren hundert Personen kontrolliert und zahlreiche Platzverweise erteilt. Nur durch das "konsequente und frühzeitige" Einschreiten der Beamten konnte so "die teilweise aufgeheizte Stimmung beruhigt werden", hieß es von Seiten der Polizei.

Auf den Kölner Ringen und vor den Kneipen und Discotheken bildeten sich im Laufe der Nacht lange Schlangen. Hier waren die Beamten vor allem bei Schlägereien und Streitigkeiten gefordert. Bis zum Mittwochvormittag wurden allerdings auch drei Sexualdelikte angezeigt, bei denen Frauen "begrabscht" wurden. In zwei Fällen stellten Polizisten die Verdächtigen am Tatort.

(cbo)