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Köln
Buch-Tipp: Köln als Vorreiter für ganz Europa

Köln. Im Hochmittelalter wurde von den Kölner Bürgern die Basis geschaffen, auf der auch heute noch das Gemeinwesen ruht. Selbstbewusst gehen die Kölner gegen die Willkürherrschaft von Erzbischof Anno vor und zeigen mit dem Aufstand ihre Ansprüche auf die Macht in der Stadt. "Damit spielen die Kölner Bürger die entscheidende Rolle für das europäische Städtewesen. Sie waren Vorreiter für die Ausbildung kommunaler Selbstbestimmung", sagt der Historiker und Journalist Carl Dietmar.

Er hat den von Professor Hugo Stehkämper begonnenen Band der Kölner Stadtgeschichte zum Hochmittelalter fortgeführt und fertiggestellt. "Das Werk hat eine wissenschaftliche Basis, ist aber so geschrieben, dass es der interessierte Bürger gut verstehen kann", sagt Herausgeber Werner Eck bei der Vorstellung an der Ulrepforte, wo eine der Schlachten zwischen dem Erzbischof und den Bürgern stattgefunden hat. Immer wieder nutzten diese Konflikte, um für die eigene Stadt Vorteile herauszuschlagen. So wurde dem von seinem eigenen Sohn abgesetzten "Canossa"-Kaiser Heinrich IV. innerhalb der Stadtmauer Asyl gewährt, wofür die Kölner die für die eigene Selbstständigkeit wichtige Wehrhoheit bekamen.

Hugo Stehkämper, Carl Dietmar: "Geschichte der Stadt Köln Band 3 - Köln im Hochmittelalter (1074/75 - 1288)", Greven-Verlag, 572 Seiten, 60 Euro.

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