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Köln
CD bringt "ahle Schätzje neu lackeet"

Köln. Die Kreissparkasse Köln startet mit dem Album "Kölsche Heimat" ein neues Projekt zur Pflege der Musik- und Liedkultur der Region. Die Reihe knüpft an die "Kölschen Evergreens" an. Die 17 Titel stehen zum Download zur Verfügung. Von Monika Salchert

Die neue Karnevals-Session ist wenige Tage alt, da liegen bereits die aktuellen Sampler mit den neuen Karnevalshits vor. Die herausragendste Neuerscheinung ist ein Album, das zwar auch mit Karnevalsmusik zu tun, aber nur bedingt in diese Reihe gehört. "Kölsche Heimat" enthält 17 Titel, die vertraut sind und doch ganz anders klingen. Es sind "ahle Schätzje neu lackeet". Das ist rheinisches Liedgut in moderne Töne gekleidet.

Mit "Kölsche Heimat" startet die Kreissparkasse Köln (KSK) ein neues Projekt zur Pflege der besonderen Musik- und Liedkultur in der Region. Das Projekt schließt an die Tradition der nach 40 Jahren abgeschlossenen Reihe "Kölsche Evergreens" an. Diese "Evergreens" wurden von dem Brauchtumsforscher Reinold Louis betreut, der neue künstlerische Leiter ist Helmut Frangenberg. Er möchte mit der "kölschen Heimat" aktuelle Trends und Entwicklungen in der kölschen Musikszene - unabhängig vom Karneval - aufgreifen und begleiten.

"Wir möchten an die Tradition anzuknüpfen und zugleich den Blick nach vorne richten. Wir möchten alte Schätze heben und aktuelle musikalische Entwicklungen einbinden", sagt Helmut Frangenberg. Er arbeitet als Journalist, Autor und Moderator in Köln. Der begeisterte Karnevalist ist Mitbegründer von "Loss mer singe" sowie Sitzungspräsident und Erfinder der Kneipensitzung "Jeckespill". Ganz neu ist sein Einsatz als Akkordeonist in der "Ahl-Kamelle-Band".

Für die erste Ausgabe der "Kölschen Heimat" wurden verschiedene Künstler eingeladen, einen Evergreen oder ein unbekannteres kölsches Lied neu zu interpretieren. Bedingung war, dass das Original älter als 30 Jahre sein musste. Wie die Interpreten diese Aufgabe gelöst haben, ist bemerkenswert. Einige Musiker blieben bei ihrer Interpretation nah am Original, andere haben neue musikalische Ausdrucksformen gefunden.

Zu den beeindruckendsten Aufnahmen gehört der Beitrag von "Cat Ballou". Die jungen Musiker haben den Titel "Ich han 'nen Deckel" von den Bläck Fööss neu aufgenommen. Wenige Tage nach der Präsentation des Albums in der Kassenhalle der KSK am Neumarkt kam es bei der Veranstaltung "Immer wieder neue Lieder" im WDR-Funkhaus am Walraffplatz zu einem "Generationentreffen". Während des Auftritts von "Cat Ballou" kamen auch die "Bläck Fööss" auf die Bühne und stimmten bei "Ich han 'nen Deckel" mit ein. Wer dabei keine Gänsehaut bekommen hat, saß vermutlich im Taucheranzug im Saal.

Die Interpretation verschiedener Lieder von Karl Berbuer durch die Weltmusikanten "HopStopBanda" ist schlichtweg genial. Ganz stark auch die Präsentation des Fööss-Titels "Mikado" von "Kätt un Fründe" mit der Sängerin Katja Solange Wiesner aus dem Hänneschen-Theater.

Quelle: RP
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