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Kunstmesse
Cologne Fine Art zeigt zeitgenössische Kunst

Cologne Fine Art in Köln zeigt erstmals zeitgenössische Kunst
FOTO: dpa, obe vfd
Köln. Zum allerersten Mal zeigt die Kunstmesse (18. bis 22. November) in diesem Jahr auch zeitgenössische Kunst. Die Werke, die nach dem Jahr 2000 entstanden sind, werden in einem eigenen Bereich präsentiert.

Die 40 Aussteller dieser Plattform kommen alle aus dem Rheinland und wurden von der Messe speziell eingeladen. Die Gefahr einer Konkurrenz zur wesentlich größeren Art Cologne im Frühjahr sehe sie nicht, sagte  Messechefin Cornelia Zinken am Dienstag. Es gehe hier eher um eine "Leistungsschau des Rheinlands".

Den Hauptteil der Messe vom 18. bis zum 22. November gestalten 107 Galerien und Kunsthändler, deren Spektrum von der Antike bis zum 20. Jahrhundert reicht. Kennzeichnend für die Messe sei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen alter und moderner Kunst, sagte Zinken. Als besonders erfolgreich habe sich der Young-Collectors-Room mit Werken im Wert von bis zu 5000 Euro erwiesen. 

Zu den Höhepunkten dieses Jahres gehören ein Kircheninterieur des flämischen Renaissance-Künstlers Abel Grimmer, ein kleines Porträt von Auguste Renoir, das wahrscheinlich seine Haushälterin und Muse zeigt, und ein bronzener Buddha-Kopf aus dem 15. Jahrhundert.

Thole Rotermund aus dem Vorstand des Bundesverbands Deutscher Galerien und Kunsthändler erneuerte seine Kritik am geplanten Kulturgutschutzgesetz. In seinen ersten beiden Entwürfen hätte das Gesetz den Kunsthandel in Deutschland "unmöglich gemacht", sagte er.

Die neue Dokumentationspflicht sei auch jetzt noch überaus aufwändig und kostenintensiv. Der Staat greife massiv in den Handel ein. "Das kann der Freiheit der Kunst absolut nicht förderlich sein", sagte Rotermund, der auch im Beirat der Cologne Fine Art sitzt.

(lnw)
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