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Köln
E-Zigarette explodiert - Mann schwer verletzt

E-Zigarette explodiert - Mann aus Köln schwer verletzt
Mögliche Gesundheitsgefahren von E-Zigaretten sind noch nicht ausreichend erforscht. FOTO: dpa, frg fpt olg vfd
Köln. Rauchen gefährdet die Gesundheit. Dass das auch auf den Genuss von E-Zigaretten zutreffen kann, musste ein Mann in Köln leidvoll erfahren. Seine E-Zigarette explodierte, er wurde schwer verletzt.

Am Samstag ist ein 20-jähriger Kölner beim Rauchen einer E-Zigarette schwer verletzt worden. Der Mann musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 15 Uhr suchte der junge Mann ein Geschäft in der Kölner Innenstadt auf. Nach bisherigen Ermittlungen wollte er dort einen neuen Akku sowie einen neuen Verdampferkopf für seine E-Zigarette kaufen.

Da er das Mittelteil des elektronischen Verdampfungsgeräts bei sich hatte, fragte er nach den beiden fehlenden Ersatzteilen. Die neu zusammengestellte E-Zigarette probierte der 20-Jährige noch im Geschäft aus.

Unmittelbar nachdem er daran gezogen hatte, explodierte das Gerät. Der Mann erlitt schwere Schnitt- und Brandverletzungen. Zudem verlor er durch die Detonation mehrere Zähne.

Der Angestellte alarmierte unverzüglich Rettungskräfte, die den Verletzten in ein Krankenhaus brachten. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. 

Bundestag will Verkauf von E-Zigaretten an Jugendliche verbieten

Über die Risiken von E-Zigaretten und E-Shishas wird seit längerer Zeit diskutiert - allerdings weniger wegen einer möglichen Explosionsgefahr als wegen der Inhaltsstoffe des sogenannten Liquids, das in E-Zigaretten verdampft und inhaliert wird. Einen Gesetzentwurf, der den Verkauf an Jugendliche verbietet, soll der Bundestag am Donnerstagabend verabschieden.

Im Jugendschutzgesetz war bislang nur ein Verbot von Tabakwaren geregelt. Das Abgabeverbot wird nun auch auf elektronische Zigaretten und Wasserpfeifen ausgeweitet.

Die Bundesregierung verweist auf die Gesundheitsrisiken durch die enthaltenen Chemikalien und das mit dem Nikotin verbundene Suchtpotenzial. Zudem bestehe das Risiko von Folgeerkrankungen wie Herz- und Kreislauferkrankungen, wie sie auch durch das Rauchen klassischer Zigaretten drohen.

Das E-Rauchen sei keineswegs harmlos, die süßlichen Aromastoffe verschleierten die potenziellen Gefahren, so die Warnungen.

(csr)
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