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Freizeit in Köln
Eine Fußballstadt für Entdecker

Freizeit in Köln: Eine Fußballstadt für Entdecker
Das Rhein-Energie-Stadion in Müngersdorf ist das Zentrum des Kölner Fußballsports. FOTO: eppinger
Köln. Köln hat für Fans und Entdecker viel zu bieten. Olaf Jansen stellt in seinem neuen Buch 111 Orte rund ums Kicken vor - bekannte und weniger bekannte.

Der FC ist Köln und Köln ist der FC. Dass die Domstadt eine Fußballmetropole ist, wird wohl kaum einer in Frage stellen. Doch man kann diese auch jenseits der Ligaspiele im Rhein-Energie-Stadion für sich entdecken und lernt dabei sowohl die sportliche Historie als auch die Facetten der Kölner Fußballclubs kennen. 111 Orte rund ums Kicken stellt Autor Olaf Jansen in seinem neuen Buch vor (Emons-Verlag). Sie laden ein zu einer Stadttour der besonderen Art.

Das Epizentrum der Fußballstadt ist natürlich das Stadion in Müngersdorf. Doch schon darum gruppieren sich viele interessante Fußballorte. So gibt es direkt vor dem Stadion die Abel-Bauten, wo unter anderem die Cheerleader des FC ihren Trainingsort haben. Hinter dem Stadion findet sich die Jahnwiese als Kölns wohl buntester Fußballort - auch, weil dort seit 1989 die "Bunte Liga Köln" einen ihrer Spielorte hat, wenn nicht gerade AC/DC auf dem Grün ein Open Air geben. Ebenfalls in Müngersdorf am Stadion finden sich das Heinz-Flohe-Denkmal, die "Playa in Cologne", die Sporthochschule mit der Weisweiler-Akademie, das Stadion des ASV und die Jugend-Fußball-Schule mit Internat, wo der Nachwuchs ans Profigeschäft herangeführt und gefördert wird.

Auch die Radrennbahn neben dem Stadion hat ihre Fußballhistorie, wo 1966 das erste Fußballfinale für Ausländerteams stattfand. Unweit vom Erstliga-Rasen trainiert zudem der jüdische Fußballclub TuS Makkabi, wo zwölf Nationen auf dem Feld stehen. Als Kölns "wildeste Fußballkneipe" zählt Krein's Sportklause an der Vitalisstraße 303.

Und es ist bei Weitem nicht nur der FC, der das Fußballgeschehen in Köln bestimmt. Zu den bekannten und erfolgreichen Klubs der Stadt gehören auch Fortuna mit dem Südstadion sowie Victoria mit dem Höhenberger Sportpark. Dazu kommen zahlreiche weitere Vereine mit reichlich Tradition, die der Autor präsentiert.

Es geht aber auch um Orte, an denen Fußballprofis nach ihrer Karriere ihren Platz zumindest für eine Zeit lang gefunden haben. Dazu zählen die Malerwerkstatt von Heinz Simmet in Ehrenfeld, das Tabakgeschäft von Leo Wilden in Sülz oder die Tankstelle an der Neuenhöfer Allee in Lindenthal, die FC-Legende Hans Schäfer als Zukunftsabsicherung bekam.

Und es sind auch andere Orte, die man nicht direkt mit dem Fußball verbindet wie der Kölner Zoo, wo FC-Maskottchen Hennes seine große Geißbock-Liebe fand. Das Elisabeth-Krankenhaus in Hohenlind ist der Ort, wo die FC-Führung versuchte, Trainer Christoph Daum zurückzuholen. Fußball gespielt wurde auch im Klettenbergpark, und zwar vom Kölner BC, einem der beiden Vorgängervereine des FC. Ein besonderer Fußballort unweit von Köln ist zudem der Fußballgolfplatz in Elsdorf-Berrendorf. Bekannt sind außerdem die Soccer-World in Lövenich als Europas größte Soccer-Halle sowie die Plätze auf dem Dach des Olympiamuseums.

So manch einer der 111 Fußballorte liegt auch weit entfernt vom Rhein wie das Volksparkstadion in Hamburg, wo der FC 1978 die Meisterschaft gewann. Direkt vor den Toren Kölns liegt dagegen der Podolski-Sportpark in Bergheim, für Köln die aktuell wohl bekannteste Fußballlegende.

Stephan Eppinger

Quelle: RP
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