| 00.00 Uhr

Köln
Elegant und schnell: Geparden-Paar lebt jetzt am Rhein

Köln. Das Brüderpaar "Duma" und "Kito" ist im Frühjahr aus Wien in den Kölner Zoo gekommen. Jetzt zeigt es sich den Besuchern. Von Justine Holzwarth

Sie können in vier Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer beschleunigen. Mindestens ebenso schnell haben sie sich in ihrem neuen Gehege eingelebt: "Duma" und "Kito", das im Frühjahr aus Wien in den Kölner Zoo gezogene, zweijährige Geparden-Brüderpaar, ist am Rhein rasch heimisch geworden. Das Porsche-Zentrum Köln übernimmt die Patenschaft für "Duma". "Elegant, schnell, geradlinig und mit imposanter Beschleunigung: Es gibt einige Gemeinsamkeiten bei Geparden und unseren Modellen. Da lag es für uns nahe, die Patenschaft für dieses eindrucksvolle Tier zu übernehmen", sagt Markus Kemp, Geschäftsführer des Porsche-Zentrums.

Teil des Engagements für die Kölner Geparden ist außerdem die Finanzierung einer innovativen Laufanlage. Sie wird voraussichtlich im nächsten Jahr installiert. Dabei wird mit Hilfe von Seilscheiben und Umlenkrollen ein Kurs abgesteckt und ein Köder - zum Beispiel ein Stück Stoff - an einem Seil über die Anlage bewegt. Der angeschlossene Motor erlaubt Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen. "Duma" und "Kito" werden dadurch zum Jagen animiert. Am Ende erhalten sie als Belohnung ein Stück Fleisch. "Die Geparden bei dieser Sprinteinheit zu beobachten, ist spektakulär. Die Patenschaft ermöglicht mit der Laufanlage die naturnahe Optimierung des Geparden-Geheges und schenkt unseren Besuchern eine weitere Attraktion", sagt Christopher Landsberg vom Vorstand des Zoos.

Geparden sind die schnellsten Läufer unter den Säugetieren. Ihr ganzer Körperbau, mit der tiefen Brust, der Wespentaille und der nach oben und unten höchst biegsamen Wirbelsäule, ist auf kurze, enorm schnelle, Sprints ausgelegt. Als Höchstgeschwindigkeit wurden bislang 102 Stundenkilometer gemessen. Diese können die Tiere über 300 bis 350 Meter halten. Der Bestand wildlebender Geparden ist stark dezimiert. Heute leben sie nur noch im Iran. Die dortige Population wird auf 80 erwachsene Tiere geschätzt. Auch in Afrika ist das Verbreitungsgebiet stark zurückgegangen. Grobe Schätzungen gehen von 6700 Individuen aus. Hauptgründe für den Rückgang sind die Jagd auf Geparden und deren Beutetiere: kleinere Antilopen und Gazellen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Köln: Elegant und schnell: Geparden-Paar lebt jetzt am Rhein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.