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Entschädigung nach Drama in Köln
Seilbahn-Insassen bekommen FC-Karten

Seilbahn-Notfall in Köln: Rettung aus luftiger Höhe
Köln. Vier Stunden lang hingen 65 Fahrgäste in den Gondeln der Kölner Rheinseilbahn fest. Dafür wollen die Kölner Verkehrsbetriebe die Insassen jetzt entschädigen. Ein Gutachter befasst sich nun mit der Suche nach der Ursache.  Von Verena Kensbock

Das bestätigte Matthias Pesch, Sprecher der KVB, in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Zunächst sollen alle 65 Insassen einen Brief und einen Blumenstrauß als Entschuldigung bekommen. "Außerdem nehmen wir gerade mit allen Personen Kontakt auf und fragen, womit wir ihnen eine Freude machen können", sagt Pesch.

Die Fahrgäste sollen keine finanzielle Wiedergutmachung bekommen, sondern einen Ausgleich für den Sonntagnachmittag, den sie in den Gondeln ausharren mussten. "Das können Eintrittskarten für den Kölner FC oder ein Gutschein für die Philharmonie sein." Seit Dienstag sprechen die Mitarbeiter der KVB die Entschädigungen mit allen betroffenen Personen ab. "Uns ist klar, dass wir es damit nicht wiedergutmachen können", sagt Pesch. "Aber vielleicht können wir den vermiesten Sonntagnachmittag ein wenig wettmachen."

Unterdessen hat am Mittwoch ein externer Gutachter mit der Ursachenklärung begonnen. Fachleute des Instituts für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart hätten angefangen, die Seile zu untersuchen, teilten die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) mit. So wollen sie herausfinden, warum sich am Sonntag ein Hilfsseil um eine der Fahrkabinen gewickelt hatte.

Höhenretter befreien Fahrgäste aus Seilbahn FOTO: dpa, mku kno

Spektakuläre Rettung 

65 Menschen – unter ihnen 20 Kinder und Jugendliche – hingen am Sonntagnachmittag stundenlang in den Gondeln der Kölner Rheinseilbahn fest. Eine Gondel hatte sich an einem Stützpfeiler verkeilt, die Anlage stand still. Bis zum Abend mussten Höhenretter alle Fahrgäste aus den Kabinen befreien und auf den Boden zurückbringen. 

Die Seilbahn, die 1957 anlässlich der Bundesgartenschau eröffnet wurde und seitdem eine Touristenattraktion ist, soll erst einmal außer Betrieb bleiben, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind.

 
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