| 12.27 Uhr

Feuer an Obdachlosen-Schlafstelle in Köln
Staatsanwaltschaft lässt Mordvorwurf fallen

Verpassen Sie keine Nachrichten aus der Region: Wir schicken Ihnen eine Übersicht per WhatsApp. Melden Sie sich jetzt an!

Köln. Im Prozess um ein Feuer an der Schlafstelle eines Obdachlosen in Köln hat die Staatsanwaltschaft den Vorwurf des versuchten Mordes gegen einen anderen Obdachlosen fallen gelassen.

In ihrem Plädoyer forderte sie am Freitag stattdessen, den 41 Jahre alten Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter besonders schwerer Brandstiftung sowie vollendeter schwerer Brandstiftung zu fünf Jahren Gefängnis zu verurteilen.

Ursprünglich war dem aus Bulgarien stammenden Mann versuchter Mord vorgeworfen worden. Er soll im Juli vergangenen Jahres die provisorische Schlafstelle eines anderen Obdachlosen angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft war damals von Rache als Motiv ausgegangen. Die beiden Männer sollen Streit um 50 Euro gehabt haben.

Die Verteidigung forderte dagegen Freispruch. Es gebe weder Beweise für einen versuchten Mord, noch dafür, dass der 41-Jährige das Feuer in einem Bahnbogen tatsächlich gelegt habe. Das Urteil sollte noch am Freitag fallen.

 

(lnw/hsr)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Feuer an Obdachlosen-Schlafstelle in Köln: Kein Mordvorwurf mehr


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.