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Köln
Fotografien für Köln und die Welt

Köln. Das Rheinische Bildarchiv der Stadt zeigt vom 10. bis zum 22. November eine Jubiläumsausstellung zu dessen 90. Geburtstag. Gezeigt wird die Entwicklung der Einrichtung und der Wandel in der Sachfotografie. Von Justine Holzwarth

Das Rheinische Bildarchiv (RBA) der Stadt wird in diesem Jahr 90 Jahre alt und feiert sein Jubiläum mit der Ausstellung "Fotografien für Köln und die Welt". Vom 10. bis 22. November zeichnet die Ausstellung die Entwicklung der eigenen Einrichtung sowie den Wandel in der Sachfotografie von Kunst- und Sammlungsobjekten nach und gibt Einblicke in ausgewählte Fotografenbestände. Präsentiert wird auch eine zeitgenössische künstlerische Reflektion über die Fotografie als Archivgut und Sammlungsgegenstand von dem finnischen Fotografen Ola Kolehmainen.

Das 90-jährige Bestehen des Bildarchivs wird zum Anlass genommen, nach den eigenen politisch höchst spannenden Wurzeln zu fragen und gleichzeitig das Profil der Einrichtung auf seine Aktualität und Wirksamkeit im 21. Jahrhundert zu überprüfen.

Aus den Fotografenbeständen werden herausragende Aufnahmen gezeigt, darunter eine Auswahl aus der Serie "Köln 5 Uhr 30" von Chargesheimer in Gegenüberstellung von Fotobuch und Negativen, Porträt- und Heimatfotografie des Eifelfotografen Heinrich Pieroth, Porträts der Kölner Prominenz von Peter H. Fürst, Jazzer-Porträts von Chargesheimer und Spontanporträts des langjährigen Werbeleiters der Kölnmesse, Jürgen Dieter von der Heyde.

Zur Geschichte: Das Rheinische Bildarchiv wurde 1926 als Abteilung des Rheinischen Museums in Deutz gegründet und ist seitdem eine Dienststelle der Stadt. Die Anregung erfolgte vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer. Seit Mitte der 1950er Jahre war das Rheinische Bildarchiv Köln im Kölnischen Stadtmuseum untergebracht. 1974 wurde es der Kunst- und Museumsbibliothek angegliedert. Gründungsanlass war die "Jahrtausendausstellung der Rheinlande", die neben den wichtigsten Kunstwerken auch eine moderne Leistungsschau der rheinischen Industrie, der Infrastruktur und des Gewerbes zeigte. Der Grundstock der Fotosammlung waren die mehr als 6000 Fotografien, die auf der Jahrtausendausstellung die kulturelle Bedeutung ebenso wie die wirtschaftliche Kraft der Region veranschaulichten. Der weit überwiegende Teil der Fotobestände sind Sachaufnahmen von Kunstwerken in den und für die Kölner Museen. In gleichem Maß wie die Kölner Museen Kunst unterschiedlichster Länder und Epochen von internationalem Rang anbieten, spiegelt der Bildbestand einen Ausschnitt des internationalen Kunstgeschehens für fast ein ganzes Jahrhundert wider. Mit der Absicht, die Glasnegative der Ausstellung und ältere Fotobestände anderer städtischer Einrichtungen fachgerecht zu bewahren, wurde das Bildarchiv begründet. Bis heute ist der Bestand auf etwa 5,4 Millionen Aufnahmen gewachsen.

Die Bestände des Bildarchivs speisen sich aus zwei Quellen. Seit den Anfängen erweitern die fest angestellten Fotografen ständig den fotografischen Bestand durch Neuaufnahmen. Sie dokumentieren die Bestände der Kölner Museen, Architektur und das sich wandelnde Stadtbild, Ausstellungen und Messen wie auch herausragende Ereignisse, so zum Beispiel das G8-Treffen der Regierungschefs 1999, die Besuche von Lady Di oder dem Papst in Köln. Darüber hinaus verwahrt das Bildarchiv bedeutende analoge Bestände anderer Einrichtungen wie der Kölner und Xantener Dombauhütten, der Kölnmesse, aber auch freier Fotografen, die den dauerhaften Erhalt ihres Lebenswerks schon zu Lebzeiten sichern wollen oder es testamentarisch als Nachlass der Stadt Köln vermachen.

Quelle: RP
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