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Köln
Flüchtlinge wohnen bis Oktober in Zelten am Fühlinger See

Fotos: So werden die 150 neuen Flüchtlinge untergebracht
Fotos: So werden die 150 neuen Flüchtlinge untergebracht FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen
Köln. In der Nähe des Fühlinger Sees sollen bald 1000 Flüchtlinge in Zelten vorübergehend untergebracht werden. Ein Vorhaben der Bezirksregierung, Wohncontainer auf dem Gelände einer geplanten Radrennbahn aufzustellen, lehnt die Stadt Köln jedoch ab.

Die Bezirksregierung Köln hatte die Stadt Köln am Montag schriftlich um Amtshilfe bei der Unterbringung von rund 1.000 Flüchtlingen gebeten, teilt die Stadt mit.

Der Stadtvorstand hat am Dienstag entschieden, dem stattzugeben. Auf dem Parkplatz an der Bezirkssportanlage Merianstraße in Köln-Chorweiler nahe des Fühlinger Sees werden Zelte aufgestellt. Allerdings sollen die Flüchtlinge dort nur übergangsweise bis Oktober unterkommen. Die Flüchtlings-Einrichtungen sollen durch das Land errichtet und betrieben werden. Von der Stadt hieß es, man weise die Bezirksregierung aber darauf hin, dass eine Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten nicht den von der Stadt Köln formulierten Standards entspreche.

Düsseldorf: Hier sollen Flüchtlinge untergebracht werden FOTO: dapd, dapd

Nein zu Wohncontainern auf geplanter Radrennbahn

Die Aufstellung von Wohncontainern für eine von der Bezirksregierung geplante "Zentrale Unterbringungseinrichtung" (ZUE) auf der benachbarten ursprünglich geplanten Radrennbahn der Bezirkssportanlage Chorweiler lehnt die Stadt Köln allerdings ab.

Übersicht: So viele Flüchtlinge mussten Städte aufnehmen

Nach Ansicht des Stadtvorstands reicht das Gelände mit rund 7.000 Quadratmetern Fläche nicht aus, um 1.000 Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen. Zudem befänden sich im Umfeld von rund 1.000 Metern bereits zwei Flüchtlingsunterkünfte der Stadt Köln, eine davon direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der Gustav-Heinemann-Schule. 

Die Stadt ist mit der Bezirksregierung weiter in Gesprächen. Unter anderem wurde vorgeschlagen, landeseigene Grundstücke für eine vorübergehende Unterbringung der Flüchtlinge in Wohncontainern zu nutzen. Für die langfristige Unterbringung will der Stadtvorstand geeignete Gebäude herrichten lassen. 

Die Notunterkunft Achterrathsfeldschule in Moers FOTO: Dieker, Klaus

Derzeit sind in Köln rund 7000 Flüchtlinge in Unterkünften der Stadt untergebracht, weitere 200 Flüchtlinge in einer Einrichtung des Landes.