| 08.41 Uhr

Fühlinger See in Köln
Frau soll bei Summerjam vergewaltigt worden sein

Fühlinger See in Köln: Frau soll bei Summerjam vergewaltig worden sein
Die Bühne beim Summerjam 2016. FOTO: TONIGHT.de/Thorsten Steier
Köln. Beim Summerjam-Festival am Fühlinger See in Köln soll am Montagmorgen eine Frau vergewaltigt worden sein. Die Polizei ermittelt und sucht dringend Zeugen.

Am frühen Montagmorgen (4. Juli) verging sich nach derzeitigem Kenntnisstand ein bislang Unbekannter an einer Festival-Besucherin. Gegen 6.20 Uhr alarmierten die Geschädigte und weitere Zeugen die Polizei. Unmittelbar zuvor soll es im Zelt der Frau zu dem Übergriff gekommen sein.

Am Nachmittag änderte die Polizei nochmal die Beschreibung des Tatverdächtige: Er war schlank, dunkelhäutig, trug schwarze, kinnlange Dreadlocks und war wohl größer als gedacht, 1,80 bis 1,85 Meter. Das Bob-Marley-T-Shirt hatte ein balkenförmiges Muster, grün, gelb, rot.  Er trug Trekkingsandalen mit Klettverschluss. Dass er eine Zahnlücke hat, habe sich nicht bestätigt.  

 Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Vergewaltigung gegen den Mann. Zeugen werden dringend um sachdienliche Angaben zu Identität und Aufenthaltsort des Beschriebenen gebeten. (Telefon: 0221/229-0). Im Vorjahr waren insgesamt 16 Sexualstraftaten zur Anzeige gebracht worden.

Abgesehen von der angezeigten Vergewaltigung fällt die polizeiliche Bilanz angesichts von circa 30.000 Besuchern positiver aus als noch in 2015. Waren seinerzeit insgesamt 212 Diebstähle angezeigt worden, haben Langfinger in diesem Jahr nach aktuellem Kenntnisstand in 99 Fällen ihr Unwesen in Zelten und Fahrzeugen getrieben.

Zwei pöbelnde und schlagende Franzosen (23, 30) wurden bereits am Freitagabend festgenommen. Die Brüder waren stark alkoholisiert auf benachbarte Camper losgegangen und hatten deren Zelte und Bekleidung beschädigt. Sie müssen sich nun in Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, einer der beiden zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Zur Stunde liegen noch keine Erkenntnisse zu Raubdelikten auf dem Veranstaltungsgelände vor (2015: 3). Die Zahl der festgestellten Betäubungsmittelverstöße beläuft sich mit 155 Anzeigen etwa auf Vorjahresniveau (160). 

(csr)