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Gaststätten und Wettbüros durchsucht
26-Jähriger nach Großrazzia in Köln festgenommen

Januar 2016: Razzia in Köln-Kalk gegen Diebesbanden
Januar 2016: Razzia in Köln-Kalk gegen Diebesbanden FOTO: dpa, fg gfh
Köln. In Köln ist die Polizei erneut mit einer Razzia gegen mögliche Rückzugsorte und Treffpunkte krimineller Banden vorgegangen. Mehr als 100 Menschen wurden kontrolliert, Gaststätten und Wettbüros wurden durchsucht.

Ein 26-Jähriger sei am Dienstagabend wegen des Verdachts auf Drogendelikte festgenommen worden und soll dem Haftrichter vorgeführt werden. Er wurde in einem Café aufgegriffen, das aufgrund eines richterlichen Beschlusses durchsucht wurde. Ein Kilogramm Kokain wurde dort beschlagnahmt.

Wie ein Sprecher am sagte, seien auch zahlreiche Mobiltelefonen beschlagnahmt worden. Bei der Kontrolle der Handys liegt der Fokus nach Angaben des Sprechers auf möglichen Bezügen zu Diebstählen und den Übergriffen an Silvester. Außerdem wurden Bargeld und Betäubungsmittel beschlagnahmt, es gab mehrere vorläufige Festnahmen.

Mehrere Razzien in den vergangenen Wochen

Bereits in den Vorwochen war die Kölner Polizei mit zwei vergleichbaren Aktionen in den Stadtteilen Kalk und Humboldt/Gremberg gegen ihnen bekannte mutmaßliche Tätergruppierungen vorgegangen, deren Mitglieder den Beamten zufolge größtenteils aus Nordafrika stammen und etwa für Diebstahlsdelikte verantwortlich sein könnten. Auch in Düsseldorf hatte es bereits eine Razzia gegeben.

Die Razzia richtete sich vor allem gegen Banden, die in der Kölner Innenstadt Probleme machen und nach Polizeiangaben in der durchsuchten Gegend in Kalk Unterschlupf finden. Vorwiegend handele es sich um Verdächtigte aus Nordafrika. Der festgenommene Kokain-Dealer gehöre aber nicht zu diesem Kreis

Die Durchsuchungen konzentrierten sich der Polizei zufolge auf  Lokalitäten, die mutmaßliche Täter für Absprachen, Zusammenkünfte oder die Lagerung von Diebesgut nutzen könnten.

Etwa 80 Beamte im Einsatz

In der Silvesternacht war es am Kölner Hauptbahnhof aus einer größeren Menschenmenge heraus massenhaft zu sexuellen Übergriffen auf Frauen und Straftaten wie Diebstählen gekommen. Die Vorfälle hatten bundesweit für Empörung gesorgt. Es wird vermutet, dass zumindest für einen Teil davon die Mitglieder krimineller Banden verantwortlich waren.

Weitere Festnahmen habe es am Dienstagabend nicht gegeben. Rund 80 Polizisten sowie Mitarbeiter des Zolls und der städtischen Behörden waren im Einsatz.

(lukra/AFP/dpa)
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