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Angriff auf Henriette Reker
Kölner OB-Wahl findet trotz Messerangriff statt

Fotos: Henriette Reker – OB in Köln und Attentats-Opfer
Fotos: Henriette Reker – OB in Köln und Attentats-Opfer FOTO: dpa, obe jhe
Köln. Trotz des Messer-Attentats auf die parteilose Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker (58) findet am Sonntag in Köln die Oberbürgermeister-Wahl statt. Zuvor war spekuliert worden, ob die Wahl nicht kurzfristig verschoben werden müsste. Von Detlev Hüwel

Schließlich wisse niemand, ob Reker – die zwar schwer verletzt wurde, aber offenbar außer Lebensgefahr ist – überhaupt noch die Bereitschaft hat, ihre Kandidatur aufrechtzuerhalten. Sollte sie auf Anhieb die Mehrheit der Stimmen erzielen, wäre unklar, ob sie die Wahl annehmen würde.

OB-Kandidatin Reker in Köln bei Messerangriff verletzt FOTO: ANC-NEWS

Doch die Kölner SPD sieht die Sache anders. "Wahlgesetz ist Wahlgesetz", sagte der Geschäftsführer der Kölner SPD, Frank Mederlet, unserer Redaktion. In der Tat sieht das Kommunalwahlgesetz lediglich beim Tod eines Kandidaten vor, dass die Wahl verschoben wird. Dies war zuletzt in Bad Münstereifel der Fall, als der SPD-Bürgermeisterkandidat Werner Esser am Wahlabend des 13. September zusammenbrach und verstarb.

Reker war am Samstagmorgen von einem 44-jährigen Mann auf einem Wochenmarkt in Braunsfeld niedergestochen worden. Seine Tat war nach Informationen unserer Redaktion politisch motiviert.

Alle aktuellen Informationen zum Angriff auf Henriette Reker finden Sie hier.

 
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