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Köln
"Ist das Publikum glücklich, spüren das auch die Akteure"

Köln. Die Philharmonie feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Ein Höhepunkt der kommenden Saison ist das Jubiläumskonzert am 14. September. Von Stephan Eppinger

"Die Philharmonie hat Köln auf die musikalische Weltkarte gesetzt", sagt Intendant Louwrens Langevoort, der selbst seit zwölf Jahren die Geschichte des Konzerthauses leitet. Die Philharmonie biete durch ihr Arenaform eine besondere Art und Weise, Musik zu erleben. Das gelte auch für die Kommunikation der Musiker mit dem Publikum. "Das ist eine 30-jährige Liebesgeschichte. Wenn das Publikum glücklich ist, spüren das auch die Akteure auf der Bühne", sagt Langevoort.

Dass die Liebe zwischen den Musikern und den Musikfans nicht immer ganz einfach ist, weiß auch der Intendant. So läuft unterhalb des Konzertsaals die neue U-Bahn und oberhalb muss der Heinrich-Böll-Platz abgesperrt werden, wenn Proben und Konzerte laufen. Jüngst hatte ein Radfahrer gefordert, die Absperrung zu verkleinern, um mehr Platz zum Fahren zu bekommen. Auch auf Dinge wie das 400000 Euro teure Vordach muss man derzeit noch warten, obwohl die Hälfte der Summe schon selbst zusammengebracht wurde. "Wir warten hier seit vier Monaten auf die entsprechende Reaktion der Kämmerei", sagt Langevoort, der es auch gerne sehen würde, wenn der Kurt-Hackenberg-Platz vor seinem Haus endlich ansprechend fertiggestellt würde.

Grund zur Sorge bereitet auch die Zukunft des erfolgreichen Acht-Brücken-Festivals. Dieses ist für das kommende Jahre noch gesichert und so Teil des Philharmonieprogramms (30. April bis 7. Mai 2017). Für das Jahr 2018 gibt es dagegen derzeit noch keine Planungssicherheit. Hier muss die Politik bei ihren Haushaltsplanungen erst einmal die Weichen für den Fortbestand stellen. "Dieses Festival braucht die Stadt unbedingt. Wir sind auf einem guten Weg und ich hoffe, dass bei der Haushaltplanung gute Lösungen gefunden werden", sagt Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach.

Zu den Höhepunkten der kommenden Saison zählt das Jubiläumskonzert am 14. September. Dieses wird von den beiden Hausorchestern, dem Gürzenich- und dem WDR-Sinfonieorchester, erstmals gemeinsam bestritten. Dabei gibt es die Uraufführung des Werks von Vito Zuraj, der extra für diesen Anlass einen Auftrag bekommen hat.

Quelle: RP
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