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Übergriffe von Köln
Justizminister Maas: "Scheint abgesprochen gewesen zu sein"

Justizminister Maas zu Köln: "Scheint abgesprochen gewesen zu sein"
Justizminister Heiko Maas hat den Verdacht, die Übergriffe von Köln seien vorab organisiert worden. FOTO: ap
Mainz. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) dringt darauf, Hinweisen nachzugehen, dass die Übergriffe der Silvesternacht in Köln vorab verabredet gewesen sein könnten. "Das Ganze scheint abgesprochen gewesen zu sein," sagte Maas am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

"Es wäre schön, wenn das keine Organisierte Kriminalität wäre, aber ich würde das gerne mal überprüfen, ob es im Hintergrund Leute gibt, die so etwas organisieren." So etwas passiere nicht aus dem Nichts, es müsse jemand dahinterstecken.

Vor dem Kölner Hauptbahnhof hatten in der Silvesternacht nach Angaben der Polizei kleinere Gruppen von Männern aus einer Menschenmenge heraus Frauen sexuell bedrängt und ausgeraubt. Dem Aussehen nach sollen sie aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum stammen.

Presse: "Wer das Recht so verhöhnt, muss ausgewiesen werden" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

Maas kritisierte Verhaltenstipps für Frauen. "Davon halte ich gar nichts. Sowas darf nicht dazu führen, dass Frauen sich anders verhalten müssen." Auf Twitter nutzte Maas das Schlagwort #einearmlaenge und schrieb: "Nicht Frauen tragen Verantwortung, sondern Täter."

Damit bezog er sich auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), die mit einer Antwort zu Verhaltensempfehlungen für Frauen Kritik ausgelöst hatte. "Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft", sagte Reker bei einer Pressekonferenz.

Nach Übergriffen an Silvester: Mahnwache in Köln FOTO: dpa, obe kno
(lnw)
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