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Bildung
Kardinal weiht Berufskolleg ein

Köln. Das Erzbistum fasst drei Kölner Standorte in einem Neubau in Sülz zusammen. Damit sollen das Lehrangebot verbessert und die Zusammenarbeit erleichtert werden.

Das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln, eine der wichtigsten Ausbildungsstätten für erzieherische, sozialpädagogische und heilpflegerische Berufe in Nordrhein-Westfalen, hat nun offiziell einen Standort in Sülz. Nach rund zweijähriger Bauzeit segnete der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki nun das Gebäude an der Berrenrather Straße gleich neben der Katholischen Hochschulgemeinde ein.

Rund 1000 Schüler und Studenten sowie 90 Lehrende werden laut dem Erzbistum hier zusammenarbeiten. Kardinal Woelki unterstrich bei der Einsegnung die Bedeutung des Projekts: "Hier im Berufskolleg wird zusammengeführt, was zusammengehört: Junge Menschen und Bildung, Kirche und Gesellschaft, Engagement und soziale Verantwortung. Ich bin froh, dass wir mit dem neuen Gebäude ein Zeichen setzen können, dass wir als Kirche ganz bewusst und zielgerichtet in die Ausbildung junger Menschen investieren." Bisher war das Berufskolleg an den Standorten Sachsenring, Klosterstraße und Freiligrathstraße in zum Teil sanierungsbedürftigen Gebäuden untergebracht.

Um das Angebot weiter zu verbessern und die Zusammenarbeit von Schülern, Studenten und Lehrern zu erleichtern, hat das Erzbistum Köln beschlossen, die drei Standorte zu einem zusammenzufassen. Dazu wurde ein Neubau errichtet, der nach Darstellung des Erzbistums allen Anforderungen an eine moderne Lernumgebung entspricht.

Das viergeschossige Gebäude auf dem Gelände der Katholischen Hochschulgemeinde neben der Kirche Johannes XXIII. umfasst neben 50 Unterrichtsräumen auch eine Turnhalle, eine Bibliothek, eine Cafeteria und ein Foyer für Versammlungen. Dazu gehören auch Fachräume wie Lehrküchen, Krankenzimmer oder Bio- und Chemieräume. Offene Lernzonen sollen laut Erzbistum eine angenehme Lernatmosphäre schaffen. In den Obergeschossen ermöglichen umlaufende galerieartige Flure in Achterform kurze Rundwege. Die Baukosten belaufen sich auf rund 27,5 Millionen Euro.

"Hier ist ein neues Haus des Lebens und Lernens entstanden", sagt Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Leiterin der Hauptabteilung Schule/Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat. Und Schulleiterin Andrea Born-Mordenti egänzt: "Mit seiner Entscheidung und Realisierung des Schulneubaus entspricht das Erzbistum als Schulträger nicht nur den Erfordernissen eines qualitativ anspruchsvollen und professionellen Schulbetriebs, sondern setzt auch ein Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung in den Bereichen Bildung und Erziehung."

Das Erzbischöfliche Berufskolleg qualifiziert junge Menschen für Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen. So können sie eine Ausbildung zum Erzieher, Heilerziehungspfleger oder Heilpädagogen absolvieren. Auch andere Abschlüsse vom staatlich geprüften Kinderpfleger bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife sind möglich. www.eb-koeln.de

Justine Holzwarth

Quelle: RP
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