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Polizei-Bilanz zum 11.11.
Tödlicher Sturz im Kölner Karneval

Köln: Tausende Jecken feiern am 11.11. auf dem Heumarkt
Köln: Tausende Jecken feiern am 11.11. auf dem Heumarkt FOTO: dpa, mjh pzi
Köln. Beim Karnevalsauftakt in Köln ist es am Mittwoch zu einem tödlichen Unfall gekommen. Eine 51-Jährige stürzte eine Treppe herunter und erlag ihren schweren Verletzungen.

Einen Tag nach dem Auftakt der Session zieht die Kölner Polizei Bilanz: Gegen 139 Personen wurden Platzverweise ausgesprochen. Die meisten Jecken feierten friedlich. Es gab jedoch einen tödlichen Zwischenfall: Eine Frau war in einer Kneipe die Treppe heruntergestürzt. Bei dem Sturz hatte sie sich so schwere Verletzungen zugezogen, dass die 51-Jährige im Krankenhaus starb. 

Schwere Verletzungen erlitt ein 43-Jähriger auf dem Heimweg. Er war von einem Unbekannten an der Severin Straße attackiert worden.  Angaben der 35-jährigen Freundin des Verletzen zufolge hatte das Paar gesehen, wie ein Mann an einen Hauseingang urinierte. Die Frau habe ihn daraufhin gebeten, dies zu unterlassen. "Als ich mich dann umdrehte, lag mein Freund auf dem Gehweg und blutete", gab die Zeugin weiter an. Mit zwei Begleitern flüchtete der Unbekannte vom Tatort. Den Verletzen ließen sie liegen. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls, insbesondere ein junges Paar, das kurz nach dem Vorfall zur Hilfe geeilt war. Die Personalien der beiden Helfer sind allerdings nicht bekannt. Hinweise an die Telefonnummer 0221/229-0.

Im Karnevalstrubel konnte die Polizei zudem 20 polizeibekannte Taschendiebe vorläufig festnehmen. "Die Diebe nutzen das Gedränge sowie die Alkoholisierung ihrer potentiellen Opfer aus, um an deren Wertsachen zu gelangen. Wir empfehlen grundsätzlich, Wertgegenstände nicht mit ins Getümmel zu nehmen, sondern zu Hause zu lassen", erklärte der Einsatzleiter der Polizei Köln, Polizeidirektor Peter Römers. Mit den Zivilfahndern hatten die Verdächtigen offenbar nicht gerechnet. 

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Gegen 139  Personen musste die Polizei Platzverweise aussprechen. Im vergangenen Jahr waren es 43. 70 (47) Personen mussten in Gewahrsam genommen werden. Die Polizisten leiteten 128 (55) Strafverfahren ein - unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten, Sachbeschädigung, Taschendiebstahl, Raub und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. 16 (18) Straftäter wurden festgenommen.

Ein Großteil der Karnevalisten hätte aber friedlich gefeiert. Das spiegle sich laut Polizei auch in der Statistik wieder. 

(isf)
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