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Köln
Kneipe "Lommi": Die Legende lebt weiter

Köln. Um das "Lommerzheim" in Deutz ranken sich Legenden, und das nicht nur wegen der berühmten Riesenkoteletts ("Kotelett komplett"), die zum Markenzeichen der Gaststätte geworden sind. Schon zu Lebzeiten hatte der oft etwas schweigsame Hans Lommerzheim den Status eines kölschen Originals, stets unterstützt von seiner Frau Annemie.

Wer durch die Siegesstraße zum "Lommerzheim" geht, dem fällt das in die Jahre gekommene Gebäude auf den ersten Blick auf, in das die Gäste streben oder es gut gelaunt verlassen. Erbaut wurde es vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts. 1945 kauften es die Eltern des legendären Wirts. Anders als vermutet, wurde dort vor dem Krieg vornehmlich Helles, Export-Bier, ausgeschenkt, wie die Werbeschilder der Dortmunder Actien-Brauerei (DAB) noch zeigen.

Später war das "Lommi" eine von acht Kneipen, in der das Päffgen vom Fass kam. Hans Lommerzheim, der die Gaststätte von 1959 bis 2004 führte, war zuvor Köbes bei der Hausbrauerei. Als er 2004 seine Kultkneipe schloss, war der Aufschrei groß. Erst 2008 wurde das "Lommerzheim" wiedereröffnet. Den Stammgästen zufolge schmecken die Koteletts so wie früher.

Norbert Bergrath, Markus Wecker (Hg.): Lommerzheim, die Legende lebt, Pellens-Verlag, 204 Seiten, 19,80 Euro.

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