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Nach Schüssen auf Bistro
Kölner Polizei entdeckt Steroide, Waffen und Marihuana bei Razzia

Köln. Die Polizei hat elf Wohnungen und ein Café in Köln durchsucht und zwei Männer festgenommen. Sie sind verdächtig, im Herbst auf ein Bistro in Ostheim geschossen zu haben.

Die Fahnder rückten am frühen Donnerstag mit Spezialeinheiten an, weil sie Hinweise hatten, die Gesuchten könnten bewaffnet sein. Insgesamt durchsuchten sie elf Wohnungen und ein Café im Kölner Stadtteil Ostheim und nahmen zwei per Haftbefehl gesuchte Männer (31, 33) vorläufig fest.

Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem Schreckschusswaffen, rund 1,8 Kilo Marihuana und mehr als 130 Ampullen Steroide. Zudem stellten die Beamten rund 22.000 Euro Bargeld, einen verschlossenen Tresor, scharfe Munition, ein Magazin, mehrere Klappmesser und einen Teleskopschlagstock sicher. "Eigentlich waren wir auf der Suche nach Waffen und wollten die Haftbefehle vollstrecken - die Steroide, das Geld und das Marihuana sind Zufallsfunde", sagt ein Polizeisprecher. 

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Nachdem am 11. November 2017 auf ein Ostheimer Bistro geschossen worden war, führten die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf die Spur der beiden Festgenommenen. "Wir ermitteln gegen sie unter anderem wegen versuchten Totschlags und Verstößen gegen das Waffengesetz", sagt der Sprecher. 

Die Gäste im Bistro waren im Herbst nach hinten geflüchtet, verletzt wurde niemand. 

(hsr)