| 11.22 Uhr

Nach blutiger Attacke in Köln
Gesuchte Brüder Selam A. und Rirzgar A. festgenommen

Fotos: Auseinandersetzung im Belgischen Viertel eskaliert
Fotos: Auseinandersetzung im Belgischen Viertel eskaliert FOTO: dpa, mb jai
Nach der blutigen Attacke im Rapper-Milieu in Köln sind zwei der Gesuchten festgenommen worden. Es handelt sich um Selam A. und Rirzgar A. Das bestätige die Polizei unserer Redaktion.

Wie der Polizeisprecher weiter sagte, hätten sich die beiden Männer am Montagabend in Köln der Polizei gestellt und wurden in Gewahrsam genommen. In Begleitung ihrer Anwälte erschienen die Brüder gegen 17.50 Uhr im Polizeipräsidium.

Ob sich die Verdächtigen heute zur Sache äußern wollen oder ob sie direkt in eine Justizvollzugsanstalt überstellt werden, ist derzeit noch unklar.

Die beiden Vertrauten des Rappers Xatar waren seit knapp einer Woche auf der Flucht. Seit Freitag fahndet die Polizei öffentlich mit Fotos nach den Männern. Der Druck auf die Verdächtigen war dadurch offenbar so groß geworden, dass sie sich der Polizei stellten.

Das gesuchte Brüderpaar hat sich am Montagabend bei der Polizei in Köln gestellt. FOTO: Polizei Köln

Noch konnten von der Polizei nicht alle nach der blutigen Attacke in der vergangenen Woche ausgestellten Haftbefehle vollstreckt werden. Ob auch nach Xatar gefahndet wird, hat die Polizei bislang nicht offiziell bestätigt.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat gehen weiter. In der Nacht zum Montag voriger Woche war ein 34-Jähriger bei einem Streit schwer verletzt worden. Eine Streife stoppte ihn nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem Wagen mit zerschnittenen Reifen und einer zerschlagenen Frontscheibe - er hatte einen Schädelbruch und war durch mehrere Messerstiche an Beinen und Gesäß verletzt worden.

Zudem wurden in Nähe des Tatorts Patronenhülsen gefunden. Zeugen hatten der Polizei zuvor per Notruf von einem heftigen Streit berichtet.

Das Amtsgericht Köln hatte gegen die Brüder einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlags erlassen. Ihnen wird vorgeworfen, an der Auseinandersetzung in der Nacht auf Montag beteiligt gewesen zu sein.

(csr)