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Geldauflage
Kinderporno-Prozess gegen Kölner Jura-Professor eingestellt

Köln. Am Mittwoch stand in Köln ein Jura-Professor der Kölner Universität vor Gericht, weil er auf mehreren Computern kinderpornografisches Material gehabt haben soll. Der Prozess gegen ihn wurde gegen Geldauflage eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Jura-Professor der Universität Köln angeklagt, auf insgesamt vier Computern Kinderpornografie gespeichert zu haben. Der Prozess fand größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Schließlich wurde er eingestellt, der Jura-Professor muss 2500 Euro zahlen.

Ursprünglich sollte der Prozess bereits im Oktober 2016 mit einem Urteil mit Strafbefehl bereits beendet sein. Das berichtete der "Kölner Stadtanzeiger". Der Angeklagte erschien damals nicht vor Gericht und wurde in Abwesenheit zu einer Geldstrafe in Höhe von 24.000 Euro verurteilt. 

Doch der Professor legte Einspruch ein. Er gab an, dass das kinderpornografische Material ohne sein Wissen auf seine Rechner gelangt sei. Jemand anderes habe es aufgespielt. Das sollte ein Internet-Gutachter prüfen.

Im März war der Professor dem Bericht zufolge bereits in einer anderen Sache verurteilt worden: Er soll einen homosexuellen Mann für sexuelle Dienste mit Chrystal Myth "bezahlt" haben. Im Zuge der Ermittlungen in diesem Fall wurden die Wohnungen des Professors durchsucht, dabei fanden die Ermittler auf den Rechnern das kinderpornografische Material. Im ersten Prozess wurde der Hochschullehrer wegen Drogenbesitzes zu 9000 Euro Strafe verurteilt. Der Prozess wegen Drogenhandels wurde eingestellt.

 

(lsa)
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