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Köln
Köln-Marathon wird klimaneutral

Köln. Am 2. Oktober feiert das große Laufereignis sein 20-jähriges Bestehen. 80 Jubiläumsläufer gehen an den Start. Ende August kommt auch der Jubiläumslaufschuh auf den Markt - von ihm gibt es nur 1111 Exemplare. Von Stephan Eppinger

Wenn am 2. Oktober die erwarteten 25.000 Läufer beim 20. Köln-Marathon an den Start gehen, gibt es im Jubiläumsjahr ein besonderes Ziel. "Wir arbeiten gerade daran aus dem Laufevent eine klimaneutrale Veranstaltung zu machen, die vom TÜV auch entsprechend zertifiziert wird", sagt Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzer des Energieversorgers Rheinenergie, der seit 20 Jahren den Marathon unterstützt - seit fünf Jahren auch als Titelsponsor.

Erreicht werden soll das ambitionierte Ziel unter anderem mit Elektrofahrzeugen, welche die Läufer auf der Strecke durch Köln begleiten. Dazu kommt die Verpflegung der Aktiven durch Produkte aus regionalem, ökologischen Ausbau. "Außerdem können die Teilnehmer kostenlos im VRS kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmittel anreisen. Auch das schont die Umwelt. Dazu kommen die Sperrungen für den Autoverkehr während des Laufs", sagt Organisator Markus Frisch.

Zum Jubiläum verzeichnet er ein deutlich gestiegenes Interesse an dem großen Laufevent: So haben sich auf der Marathonstrecke bereits zehn Prozent mehr Läufer angemeldet, als dies zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr der Fall war. Auch bei den Schul- und den Firmenstaffeln gibt es bislang deutliche Zuwächse. Beim Marathon sind aktuell mehr 3800 Aktive angemeldet, mit 7000 wird insgesamt gerechtet. Insgesamt werden 25.000 Läufer am 2. Oktober in Köln erwartet. Zu den besonderen Teilnehmern zählen 80 Läufer, die seit 20 Jahren beim Kölner Marathon an den Start gehen. Jeder ist dort bislang 800 Kilometer gelaufen, rund 42 kommen in diesem Jahr dazu. Der älteste der Jubiläumsläufer ist 81 Jahre alt. Für alle ist in diesem Jahr die Teilnahme am Lauf kostenlos.

Zu den Profis auf der Halbmarathonstrecke in Köln zählt Hendrik Pfeiffer. Zuvor hat der gebürtige Düsseldorfer noch eine besondere Premiere vor sich - er wird beim Marathon der Olympischen Spiel in Rio an den Start gehen. Qualifiziert hat er sich dafür in seiner Geburtsstadt: "Die Teilnahme war eine eher spontane Idee. Eigentlich hatte ich erst 2017 meinen ersten Marathon als Ziel, aber in dem Jahr gab es kein besonderes Laufereignis. Die letzten Kilometer zu Olympia in Düsseldorf waren ein wahnsinniges Gefühl."

Auch in Rio will Hendrik Pfeiffer eher locker an den Start gehen: "Erst steht bei mir die Halbmarathon-EM im Vordergrund. Für die Spiele habe ich mir ganz bewusst keine Ziele bei der Platzierung vorgenommen. Da will ich viel Erfahrung sammeln und mich möglichst gut verkaufen", sagt der Profiläufer aus Düsseldorf.

"Das ist eine echte Herausforderung, die Geschwindigkeit ist enorm. Spitzenläufer laufen durchschnittlich 20 Stundenkilometer", sagt Frisch, der schon mal vergeblich versucht hat die Spitzengruppe bei den Männern im Marathon mit dem Rad wieder einzuholen.

Zum Jubiläumsjahr gibt es für die Läufer einen besonderen Laufbeutel, der mehrfach verwendet werden kann. Ende August kommt zudem vom neuen Ausstatter Saucony der "Kinvara Köln"-Laufschuh. Dieser kostet 140 Euro und ist eine auf 1111 Paar limitierte Edition des Laufschuhherstellers. www.koelnmarathon.de

Quelle: RP
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