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Kölner Friseursalon verklagt
Model bekommt Schadenersatz für misslungene Frisur

Köln: Model bekommt Schadenersatz für misslungene Frisur
Eine Frau lässt sich die Haare stylen. (Archivbild) FOTO: dpa, ped vfd fux rho
Köln. Eigentlich sollten die Haare "braun-gold" werden, doch nach dem Friseurbesuch war ein deutlicher Rotstich zu erkennen. Wegen der misslungenen Haarfärbung hat ein Model in Köln geklagt – und Recht bekommen.

Eine misslungene Haarfärbung könnte für einen Friseursalon in Köln teuer werden: Das Kölner Landgericht hat einem Model, das mit der Friseurleistung nicht zufrieden war, einen Schadenersatz zugesprochen. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin am Montag.

Aufträge durch schlechte Frisur entgangen

Das Model hatte sich den Angaben zufolge nach zwei Beratungsterminen in dem Salon die Haare "braun-gold" färben lassen. Doch statt des gewünschten Farbtons hatten die Haare einen deutlichen Rotstich, wie das Landgericht Köln am Montag mitteilte. 

Auch zwei Reparaturversuche blieben demnach ohne Erfolg. Dadurch seien ihr mehrere Aufträge entgangen, und die Haare seien durch die Prozedur dauerhaft geschädigt, klagte die Frau, die international als Model arbeitet. Auch habe sie durch die seelische Belastung stressbedingte Akne bekommen.

Folgeprozess entscheidet über Entschädigung

Die Pressesprecherin des Landgerichts sagte, auch wer nicht als Model tätig sei, könne mit einer solchen Klage unter Umständen erfolgreich sein: "Das ist ja ein Eingriff in den Körper. Wenn einem zum Beispiel die Haare ausfallen, ist eine Klage sinnvoll.

Wegen der entstandenen Verdiensteinbußen gab das Gericht der Klage auf Schadenersatz statt. Wie viel Geld die Frau bekommt, muss allerdings noch in einem Folgeprozess entschieden werden.

(dpa/afp/veke)
 
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