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Nach Fehler am Landgericht Köln
Mordprozess beginnt im Oktober von vorne

Köln. Ein wegen eines Rechenfehlers am Landgericht Köln neu aufzurollender Mordprozess wird wohl noch in diesem Jahr beginnen. Die Kammer hatte einen Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Nach Planung der Kammer werde das Verfahren Anfang Oktober starten. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil aus dem August 2015 aufgehoben, weil das Landgericht nach Prozessende eine wichtige Frist nicht eingehalten hatte. Grund war nach Angaben des Gerichts eine Panne. Die Frist, bis wann ein Urteil mit Stempel und Unterschrift bei den Akten sein müsse, berechne sich nach der Zahl der Verhandlungstage - dabei sei es zu einem "Rechenversehen" gekommen. Die Frist wurde versäumt.

In dem Verfahren hatte das Landgericht am 25. August 2015 einen Mann nach 30 Hauptverhandlungstagen wegen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Ihm war vorgeworfen worden, eine Bekannte und deren Mutter mit einem Beil erschlagen zu haben. Der Vorsitzende Richter sprach damals von einer "Gewaltexplosion".

(lnw)
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