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Neue Zahlen
Kölner Oper wird noch teurer als geplant

Köln: Oper doppelt so teuer wie geplant
Die Opern-Baustelle am Offenbachplatz. FOTO: dpa, mb htf
Köln. Die Stadt Köln hat am Freitag überraschend neue Zahlen zur Sanierung der Oper veröffentlicht. Die ursprünglich veranschlagten 253 Millionen Euro werden sich mehr als verdoppelt. 

Die Offenlegung am Freitag kam überraschend, denn eigentlich hatte die Stadt Köln für Montag zur Pressekonferenz geladen. Nun verkündete der Zwischenbericht aus dem Rathaus schon vor dem Wochenende: das notwendige Budget für die Opern-Fertigstellung am Offenbachplatz steigen auf 545 bis 570 Millionen Euro, vor Ende 2022 wird das Gebäude nicht bespielt werden können.

Grund für die erneut steigenden Kosten seien vor allem die Neuplanung der technischen Ausstattung. "Hinter uns liegen sechs Monate intensiver Recherche, Berechnungen und Diskussion", ließ sich der Technische Betriebsleiter der Stadt, Bernd Streitberger, zitieren. "Wir sind uns sicher, dass wir mit den aufgezeigten Perspektiven, die bestmögliche, umsetzbare Balance aus größtmöglicher Qualität, kürzester Bauzeit zu geringstmöglichen Kosten ermittelt haben", sagte Streitberger.

Als Interims-Spielstätten werden Schauspiel und Oper weiterhin Staatenhaus und Carlswerk nutzen können. Opernintendantin Birgit Meyer sagte: "Nun wissen wir also, dass wir langfristig für das Staatenhaus planen müssen. Wie gut diese Spielstätte funktionieren kann ist ja mittlerweile hinlänglich bewiesen worden."

Ursprünglich sollte die Oper schon im November 2015 eröffnet werden und nicht mehr als 253 Millionen Euro gekostet haben. Doch im Sommer 2015 platzten diese Pläne, nachdem enorme Baumängel festgestellt worden waren. Allein an 700 Stellen wurden Kabel nicht korrekt durch Wände geführt und Brandschutzbestimmungen deswegen nicht eingehalten. Mit dem einstmals für die Planung zuständigen und mittlerweile gekündigten Ingenieurbüro führt die Stadt einen Rechtsstreit. 

(cbo)
 
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