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Köln
Polizei ermittelt wegen Plastik-Kügelchen am Rheinufer

Köln. Am Rheinufer im Kölner Stadtteil Sürth wurden diese Woche Tausende Kunststoff-Kugeln angespült. Inzwischen wurden sie entfernt. Woher die Plastikteile kamen, ist noch unklar.  Von Clemens Draxler

Die Unwetter der vergangenen Wochen haben in Nordrhein-Westfalen zu zahlreichen Überschwemmungen und Schäden geführt. Die starken Regenfälle dürften auch dazu geführt haben, dass Tausende Kunststoff-Kügelchen herausgespült wurden und am Rheinufer im Stadtteil Sürth liegen blieben.

Am Dienstag gingen beim Kölner Umweltamt die ersten Hinweise ein. "Die Plastik-Kügelchen sind unseren Analysen nach weder wasserlöslich noch giftig", sagt Konrad Peschen, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz. Gefahr für Mensch und Tier habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. 

Seit Donnerstag sei der Großteil der Kügelchen entfernt, berichtet das Umweltamt. Mitarbeiter der Firma Lyondell Bassell, die wenige Kilometer entfernt am Rheinufer liegt, halfen dabei, die Kügelchen vom Ufer zu entfernen. Ein Schuldbekenntnis sieht Konrad Peschen darin allerdings nicht: "Die Plastik-Kugeln könnten von Lyondell Bassell stammen, das Wasserschutzamt ermittelt aber noch".

Am Rhein gibt es noch andere Unternehmen, von denen die Kugeln stammen könnten. Es ist nicht das erste Mal, dass Plastik-Teile am Rheinufer angeschwemmt wurden.

Den aktuellen Fall hat nun die Wasserschutzpolizei Bonn übernommen. Die Behörde wollte sich auf Anfrage nicht zu den laufenden Ermittlungen äußern. Dem verantwortlichen Unternehmen droht eine Klage wegen Gewässerverunreinigung. 

(RPO)
 
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