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Angriff auf Künstler in Köln
Polizei geht gegen rechte Hooligans am Ebertplatz vor

Brennpunkt Ebertplatz in Köln
Brennpunkt Ebertplatz in Köln FOTO: dpa, obe pil
Köln. Am Ebertplatz haben rund 60 Hooligans randaliert, eine Künstlergruppe beleidigt und sich rassistisch und volksverhetzend geäußert. Die Polizei musste mehrfach anrücken und nahm zwei Männer in Gewahrsam.

 Am Samstagnachmittag sind die Rechtsextremisten, die laut Polizei der Kölner Hooliganszene zuzurechnen sind, erstmals gegen 13 Uhr auf dem Ebertplatz aufgelaufen. Als die Polizei anrückte, entfernten sich die rund 60 Hooligans. 

Gegen 18 Uhr tauchten dann erneut etwa 15 Männer aus der gleichen Szene auf dem Platz auf. Laut Zeugen sollen Personen aus dieser Gruppe kurz vor Eintreffen der Polizei an einer Auseinandersetzung in der zur Neusser Straße gelegenen Tiefebene des Platzes beteiligt gewesen sein.

Die Polizisten stellten die Personalien von acht potentielle Tatverdächtigen fest, die nach eigenen Angaben zum Ebertplatz gekommen waren, um "Präsenz" zu zeigen. Zwei von ihnen (45 und 55 Jahre alt) nahmen die Beamten wegen ihres aggressiven Verhaltens während der Überprüfungen in Gewahrsam. 

Gegen den 55-Jährigen leiteten die Beamten wegen volksverhetzender Äußerungen gegen Schwarzafrikaner zudem ein Strafverfahren ein. Des Weiteren ermittelt die Polizei gegen einen bislang Unbekannten wegen eines "Hitlergrußes" an der Eigelsteintorburg.

Polizeipräsident Uwe Jacob nahm am Sonntag zu den Vorfällen am Ebertplatz Stellung: "Ich werde weiterhin alles Notwendige veranlassen, damit Rechtsextreme den Ebertplatz nicht für ihre perfide Stimmungsmache missbrauchen können."

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