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Polizei Köln
Polizei sagt Pressegespräch kurzfristig zu und wieder ab

Köln: Polizei sagt Gespräch mit Presse kurzfristig zu und wieder ab
Die Kölner Polizei hat eine Pressekonferenz erst zu- und dann wieder abgesagt. FOTO: dpa, obe vfd
Köln. So kurzfristig wie die Einladung kam die Absage: Eigentlich hatte die Kölner Polizei für Donnerstagmittag zu einer Pressekonferenz zum Thema Taschendiebstähle eingeladen. Am Morgen aber ruderte die in die Kritik geratene Behörde zurück.

Erst am Mittwochabend war die Einladung des Präsidiums eingegangen: Am nächsten Mittag wollten der Leiter der Direktion Kriminalität und der Leiter des Kriminalkommissariats, das für Eigentumsdelikte zuständig ist, über Taschendiebstähle informieren. Am Donnerstagmorgen dann lud das Präsidium die Medienvertreter wieder aus und nannte zunächst keine Gründe. Morgen soll die ausgefallene Pressekonferenz nun nachgeholt werden, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei.

Für ihre Medienarbeit war die Polizei Köln nach den Übergriffen auf Frauen am Hauptbahnhof vielfach kritisiert worden, weil sie Informationen nur mit Verzögerung öffentlicht gemacht hatte. Wegen der Vorgänge in der Silvesternacht und der Reaktion der Polizei war am vergangenen Freitag schließlich der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) entlassen worden. Am Montag trat auch Polizeisprecherin Martina Kaiser zurück.

Am Donnerstag debattierte der nordrhein-westfälische Landtag debattiert in einer Sondersitzung über die Silvesternacht, in der Dutzende Frauen massiv sexuell bedrängt und beklaut wurden.

 

(kl/dpa)
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