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An Karneval in Köln vor Straßenbahn gestoßen
32-jähriger Polizist wird am Samstag beerdigt

Köln: Polizist vor Straßenbahn gestürzt - Beerdigung am 24. Februar
Blumen und Kerzen am Rosenmontag am Chlodwigplatz (Archivbild) FOTO: Hauser
Köln. Er war zum Feiern nach Köln gekommen, fiel vor eine Straßenbahn und starb. Am Wochenende wird der 32-jährige Polizeibeamte nun in Bedburg beerdigt. 

Elf Tage, nachdem in Köln ein 32-jähriger Polizeibeamter ums Leben gekommen ist, ist die Anteilnahme im Netz groß. Am Samstag, 24. Februar, wird der Polizist in Bedburg beerdigt.

"Wer sich mit uns von ihm verabschieden möchte und kann, ist herzlich willkommen", heißt es in der Traueranzeige seiner Familie. Der Trauergottesdienst ist um 11 Uhr in der Friedenskirche. Die Familie bittet um Spenden statt Blumen, das Geld solle im Sinne des 32-Jährigen verwendet werden.

Im Gedenken an Polizeikommissar Veit Rathenow Der am 9. Februar 2018 sein junges Leben lassen musste, wir berichteten:...

Gepostet von Nachwuchspolizisten am Freitag, 16. Februar 2018

Viele Polizisten wollen ihn "auf seiner letzten Dienstreise begleiten", wie sie auf Facebook schreiben.

Der 32-Jährige hatte beim Landeskriminalamt bei der Fahndungsgruppe Staatsschutz gearbeitet und war dort auch für den Bereich Islamismus zuständig. Am 9. Februar war er privat und zum Karneval feiern in Köln, als er am Chlodwigplatz vor eine Bahn gestoßen wurde und starb.

Ob er versehentlich oder mit Absicht gestoßen wurde, ist noch ungeklärt. Tatverdächtig ist ein 44 Jahre alter Rechtsanwalt. Er sitzt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in Untersuchungshaft, die Staatsanwaltschaft hatte zunächst einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragt. Die Kölner Staatsanwaltschaft hatte daraufhin geprüft, ob sie Beschwerde gegen die richterliche Entscheidung einlegt. Am Dienstag sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer: "Wir treten der richterlichen Begründung nicht entgegen."

Mann stirbt bei Unfall mit KVB-Bahn in Köln FOTO: Thomas Kraus

Damit bleibt es beim Verdacht der fahrlässigen Tötung - der Beschuldigte ist in Haft, weil nach Auffassung des zuständigen Richters Fluchtgefahr besteht. Er hat seinen Arbeitsschwerpunkt im Ausland. 

 

(hsr)