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Illegale Autorennen
Raser-Prozess beginnt mit Verzögerung

Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer
Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer FOTO: dpa, obe fdt
Köln. Am Mittwochmorgen sollte eigentlich um 9.15 Uhr der Prozess gegen zwei Männer beginnen, bei deren Autorennen eine 19-jährige Radfahrerin ums Leben kam. Da jedoch ein Schöffe den Gerichtstermin offenbar vergessen hatte, findet der Prozess rund zwei Stunden später statt.

Es habe niemand die Telefonnummer des Schöffen, teilte ein Sprecher des Gerichts mit. Die Polizei habe den Schöffen vergeblich in seiner Wohnung gesucht. Auf der Arbeitsstelle des Mannes habe man ihn schließlich telefonisch erreichen können. Der Prozess begann um 11.30 Uhr.

Ein 21-Jähriger und ein 22-Jähriger sollen im April vergangenenJahres ein illegales Autorennen im Stadtteil Mülheim veranstaltet haben. Dabei hatte der eine Angeklagte wohl die Kontrolle über seinen Wagen verloren, eine 19 Jahre alte Radfahrerin kam zu Tode.

Das Landgericht wollte den Fall nicht verhandeln. Es hieß, weder die zu erwartende Höhe der Strafe noch die Bedeutung der Tat rechtfertigten eine Verhandlung vor dem Landgericht. Das Oberlandesgericht sah dies anders, da es in Köln im Jahr 2015 bereits mehrere Todesfälle wegen illegaler Autorennen gegeben habe. Allein dadurch wachse ihm besondere Bedeutung zu. Dies habe das Landgericht übersehen.

 

(skr, sef)
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