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Radfahrerin getötet
Kölner Raser akzeptiert Haftstrafe

Köln: Raser vom Auenweg nimmt das Urteil an
Die Angeklagten mit ihren Verteidigern Sebastian Schölzel (l.) und Michael Biela-Bätje. (Archivbild) FOTO: dpa, obe exa
Köln. Eine Woche, nachdem der Prozess gegen zwei junge Kölner Raser mit Haftstrafen zu Ende gegangen ist, hat sich der 24-jährige Firat M. dazu entschieden, das Urteil zu akzeptieren. 

"Mein Mandant verzichtet auf eine Revision", sagt Rechtsanwalt Sebastian Schölzel, der den 24-Jährigen verteidigt hat. Firat M. wolle damit ein "positives Zeichen in Richtung der Opferfamilie" setzen. "Ich habe großen Respekt vor dieser Entscheidung, die dazu geeignet ist, abschließend Rechtsfrieden zu stiften", sagt Schölzel. M. war zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. 

Zweiter Angeklagter legt Revision ein

Firat M. hat sich damit anders entschieden als der mitangeklagte Erkan F., der seine zweijährige Haftstrafe nicht akzeptieren will und Revision eingelegt hat. Sein Rechtsanwalt Michael Biela-Bätje möchte das Urteil vom 22. März vom Bundesgerichtshof (BGH) überprüfen lassen.

Der Vorsitzende Richter hatte beiden Angeklagten bei der Urteilsverkündung nahe gelegt, das Urteil zu akzeptieren - auch, um Ruhe einkehren zu lassen im Leben der Familie der 19-jährigen Radfahrerin, die durch ein illegales Autorennen von Erkan F. (25) und Firat M. im April 2015 im Auenweg in Köln ums Leben gekommen war. 

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Der BGH hatte ein erstes Urteil des Kölner Landgerichts mit Bewährungsstrafen für beide Angeklagte gekippt und an eine andere Kammer zurückverwiesen. Statt Bewährung bekamen beide nach einem zweiten Prozess in der vergangenen Woche Haftstrafen. Möglich, dass der BGH die Revision von Erkan F. als unbegründet verwirft.

 

(hsr)