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Bauarbeiten zur Archäologischen Zone
Risse in Wand am Historischen Rathaus in Köln

Köln: Risse in Wand an Historischem Rathaus
Das Historische Rathaus in der Kölner Innenstadt. Im Vordergrund zu sehen die Bauarbeiten zur Archäologischen Zone. Das Bild stammt von April 2016. FOTO: shutterstock.com/Walencienne
Köln. In einer Mauer am Eingangsbereich des Historischen Rathauses Köln sind Risse entdeckt worden. Einem Statiker zufolge könnten die Bauarbeiten für die Archäologische Zone vor dem Rathaus für den Schaden verantwortlich sein. Vorsorglich wurden alle Erdarbeiten an der Baustelle unterbrochen. 

Die Risse sind an der Innenseite der Außenmauer des Historischen Rathauses aufgetreten und am Dienstag entdeckt worden, heißt es vonseiten der Stadt. Ein Statiker hat die Situation mittlerweile beurteilt. In einer Stellungnahme kommt er laut Stadt zu dem Urteil, dass "Erschütterungen im Zusammenhang mit der Herstellung der Bohrpfahlwände für die Archäologische Zone vor dem Rathausgebäude sowie dadurch eventuell ausgelöste Setzungen der Laube vor dem Rathaus einen Teil der Risse ausgelöst haben könnten".

Durch die Erschütterungen auf der Baustelle könnten sich das Rathaus und die Laube unterschiedlich stark abgesetzt haben. Dadurch könnten die Risse entstanden haben, so der Statiker. Das Rathaus steht aber weiterhin stabil: "Die Größe der vorhandenen Risse sowie die Anordnung der Rissbilder geben zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise auf einen Verlust der Standsicherheit der Laube oder den unmittelbar angrenzenden Bereichen", heißt es in dem Experten-Bericht.

Am Donnerstag erwartet die Stadt Köln weitere Erkenntnisse. Auf der Baustelle der Archäologischen Zone werden derzeit nur Arbeiten vorgenommen, die nicht ins Erdreich eingreifen, teilte die Stadt mit. 

Das Historische Rathaus in Köln gilt als das älteste Rathaus Deutschlands. Es ist ein geschütztes Baudenkmal.

(lsa)
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