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Rosenmontagszug 2018
So geht es den Verletzten nach den Unfällen in Köln

Unfall mit Pferden beim Rosenmontagszug in Köln
Unfall mit Pferden beim Rosenmontagszug in Köln FOTO: dpa, mg soe cul
Köln. Fünf Karnevalisten sind am Rosenmontag in Köln verletzt worden - vier, weil zwei Pferde mit einer Kutsche durchgegangen sind. Einer war von einem Paradewagen gestürzt. Inzwischen hat sich ihr Zustand verbessert. 

Der 36-jährige Kutscher konnte die Klinik bereits am Montagabend wieder verlassen, wie Tanja Holthaus vom Festkomitee Kölner Karneval am Dienstag sagt. Einer der drei Männer einer Fußgruppe, die ebenfalls verletzt worden waren, wurde inzwischen von der Intensivstation auf eine normale Station verlegt. Er soll das Krankenhaus am Aschermittwoch verlassen können, wie Holthaus sagt. Die drei Verletzten sind 20, 55 und 60 Jahre alt.

Die beiden anderen sind noch zur Beobachtung auf der Intensivstation. "Sie sind aber auch auf dem Weg der Besserung", sagt Holthaus. "Auch dem Mann, der vom Wagen gestürzt ist, geht es viel besser." Der 49-Jährige war am Abend vom Wagen der Willy- Ostermann-Gesellschaft gestürzt, als der schon in der Mohrenstraße auf der Zielgeraden war. Er hatte sich schwere Kopfverletzungen zugezogen und schwebte in Lebensgefahr. Am Dienstag war er aber laut Holthaus wieder ansprechbar. 

Wurde etwas auf die Pferde geworfen?

Die Kölner Polizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen und wertet nun Handyvideos und Bilder von Überwachungskameras aus, um herauszufinden, ob tatsächlich jemand eine Flasche oder einen anderen Gegenstand auf die Pferde geworfen und sie so erschreckt hat. "Es gibt diesbezüglich einige Hinweise", sagt ein Polizeisprecher. Die beiden Pferde wurden nicht verletzt. 

Zur Frage, ob es grundsätzlich sinnvoll ist, Pferde im Zug mitgehen zu lassen, will sich das Festkomitee derzeit noch nicht festlegen. Präsident Christoph Kuckelkorn will erst einmal abwarten, bis die Hintergründe des Unfalls bekannt sind. 

Pferde als wichtige Tradition

Gerade bei den Traditionskorps sei das Pferd "ein ganz wichtiges Element in der Darstellung", gibt Kuckelkorn am Dienstag zu bedenken. Und für viele Zuschauer sei es etwas Besonderes, die Tiere in der Stadt zu sehen: "Fakt ist, dass Pferde im Grunde genommen im Straßenverkehr gar nicht mehr wahrnehmbar sind."

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Grundsätzlich seien alle 390 Pferde im Kölner Zug gut vorbereitet gewesen. "Wir bemühen uns, ein höchstmögliches Maß an Sicherheit zu schaffen", sagt Holthaus. Deshalb seien auch die Richtlinien verschärft worden, nachdem in der vergangenen Session eine Stute im Zug ausgerutscht und zusammengebrochen war. Damals waren noch 100 Pferde mehr im Kölner Zug dabei. 

(hsr)
 
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