| 10.58 Uhr

Köln/Leverkusen
Zwölf verletzte Polizisten in vier Tagen

Köln/Leverkusen. Betrunkene Randalierer, flüchtige Taschendiebe, streitende Nachbarn - bei Einsätzen in Köln und Leverkusen sind zwischen Freitag und Montag zwölf Polizisten veletzt worden. Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers verurteilt die Gewalt gegen Polizeibeamte. 

"Es kann nicht sein, dass meine Beamtinnen und Beamten, die ihre Aufgaben erfüllen, im Dienst körperlich angegangen und teils sogar noch verletzt werden", sagte Albers. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Köln sei es bei 18 Einsätzen innerhalb von vier Tagen zu Beleidigungen, Drohungen und Angriffen gekommen.

So zum Beispiel am Freitagabend, als ein 19-jähriger Kölner den Angaben zufolge die Polizei attackierte. Eine Streife war zum Wohnsitz des jungen Mannes gerufen worden, die Beamten klingelten an der Tür. Als der Mann öffnete, stürmte der den Angaben zufolge brüllend auf die Beamten los. Der Mann war stark alkoholisiert und schlug sofort zu. Ein Polizist wurde leicht verletzt. Nur unter massiver Gegenwehr sei es den Einsatzkräften gelungen, den Schläger festzunehmen.

Tatort Leverkusen: In der Rathaus-Galerie in Wiesdorf attackierte am Samstagabend nach Angaben der Polizei eine alkoholisierte Frau die Einsatzkräfte. Der Sicherheitsdienst des Einkaufzentrums hatte die Polizei zur Hilfe gerufen, nachdem die 22-Jährige das Gebäude gegen 21.30 Uhr nicht verlassen wollte. Nach Polizeiangaben sei die Frau direkt auf die eintreffenden Beamten losgegangen. Als die Leverkusenerin überwältigt wurde, habe sie nach den Polizisten geschlagen und getreten. Drei Beamte wurden verletzt. Die Frau musste die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen.

Bereits in der Nacht zu Samstag waren Beamte in die Kleingartenanlage in Humboldt-Gremberg gerufen worden. Als die Polizisten gegen 1 Uhr eintrafen, mussten sie zwei rangelnde Kontrahenten voneinander trennen. Einer der Beiden (22) wehrte sich gegen die Maßnahme. Er machte einen gezielten Kopfstoß in Richtung eines Polizisten. Dieser wurde im Gesicht getroffen und dabei leicht verletzt.

In der Nacht zu Sonntag kam es in der Kölner Innenstadt zu einem Zwischenfall mit einem polizeibekannten Mann. Beamte beobachteten den 31-Jährigen auf der Friesenstraße gegen 2.15 Uhr bei einem versuchten Taschendiebstahl und stellten ihn. Der Ertappte habe drauf sofort gewalttätig reagiert und die Beamten von sich gestoßen. Außerdem schlug der nach Polizeiangaben auf sie ein. Die Polizisten nahmen den alkoholisierten Täter fest. Ein Beamter wurde verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. 

Am Montagabend wurde die Polizei zu einem Einsatz in Köln-Rodenkirchen gerufen. Als die Beamten gegen 20.20 Uhr an der Frankstraße eintrafen, rannte ein barfüßiger 25-Jähriger schreiend auf den Streifenwagen zu. Mit erhobenen Fäusten sei er, nachdem er sich kurzzeitig beruhigt hatte, gewaltbereit auf die Beamten zugelaufen. Ein zufällig in der Freizeit anwesender Kriminalbeamter unterstützte die zwei Streifenteams bei der Festnahme. Fünf Polizisten wurden dabei leicht verletzt.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Köln: Zwölf verletzte Polizisten in vier Tagen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.