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Ausschreitungen während Mottowoche in Köln
Landtag diskutiert über Abi-Krawalle - handelte die Polizei zu spät?

Kölner Abikrawalle Thema im Landtag
In der letzten Nacht der Abi-Woche blieb es in Köln lediglich bei Schmierereien auf dem Boden. In den Nächten zuvor eskalierte der Krieg. FOTO: Markus Gerres
Köln. Der NRW-Innenausschuss beschäftigt sich am Donnerstag mit den Krawallen während der Mottowochen in Köln. Die CDU-Fraktion will wissen, ob die Polizei rechtzeitig eingeschritten ist. Die Polizei sagt: ja. Schüler behaupten das Gegenteil.  

Im "Krieg" rivalisierender Kölner Gymnasien waren vergangenen Monat zwei Schüler schwer verletzt worden. Einer von ihnen erlitt eine Schädelfraktur, ein weiterer schwere Gesichtsverletzungen. Die Kölner Staatsanwaltschaft leitete nach den Krawallen 17 Ermittlungserfahren ein. 

Die CDU-Fraktion will per kleiner Anfrage wissen, ob die Polizei in der Nacht der Abiturkrawalle rechtzeitig eingegriffen hat. Die Antwort des Innenministeriums liegt unserer Redaktion vorab vor. Darin beteuert die Polizei, sie sei rechtzeitig eingeschritten.

Schüler machten gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger andere Angaben zur den Geschehnissen. Nach den ersten Wasserbomben seien Glasflaschen gefolgen, Polizisten hätten zugesehen, statt die Gruppe zu trennen.

So schildert die Polizei die Vorgänge:

Gegen halb zehn am Abend des 14. März hätten Einsatzkräfte am Humboldt-Gymnasium beobachtet, dass verschiedene Schülergruppen aufeinandertrafen. Kurze Zeit später hätten sich die Gruppen gegenseitig mit Wasserbomben, Eiern und Sivelsterknallern beworfen. Weiter heißt es in dem Dokument:  

"Die zu diesem Zeitpunkt vor Ort befindlichen Polizeivollzugsbeamten, in der Stärke von zwei Funkstreifenwagenbesatzungen und einem Diensthundeführer, konnten in der Dunkelheit die aus der Gruppe (ca. 200 - 250 Personen) handelnden Straftäter nicht erkennen und nicht gezielt gegen diese Vorgehen. Nach Eintreffen der Unterstützungskräfte, in der Stärke von drei Gruppen Bereitschaftspolizei und drei weiteren Funkstreifenwagenbesatzungen, konnten die Schülergruppen getrennt werden, weitere Auseinandersetzungen wurden unterbunden."

 

 

 

 

 

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