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Köln
Kölner Dom aus Zartbitterschokolade

Das ist der Kölner Dom
Das ist der Kölner Dom FOTO: dpa, obe cul
Köln. Das Schokoladenmuseum im Rheinauhafen zeigt bis zum 3. Februar die Nachbildung der Kathedrale. Das Kunstwerk im Maßstab 1:100 besteht aus 377 Kilogramm Schokolade. Es ist 1,58 Meter hoch, 1,46 Meter lang und 82 Zentimeter breit. Von Monika Salchert

Der Kölner Dom ist ein imposantes Bauwerk, eine architektonische Meisterleistung. Eine Meisterleistung ist auch die originalgetreue Nachbildung der Kathedrale, die seit gestern im Schokoladenmuseum zu sehen ist. Das Kunstwerk aus 377 Kilogramm Schokolade entstand in der Schokoladenmanufaktur "A.M. Schoko" in Freising in Bayern.

In mehr als 600 Arbeitsstunden schufen die Schokoladenkünstler Stefano Comelli, Paulo Figar und Pablo Augusto Garelli das Abbild des Domes im Maßstab von 1:100. Die Skulptur ist 1,58 Meter hoch, 1,46 Meter lang und 82 Zentimeter breit. Der Schokoladendom ist innen hohl und wiegt dennoch mitsamt Bodenplatte und Trägergerüst fast 550 Kilogramm.

Ein Blick ins Schokoladenmuseum FOTO: hefried

Bei der Herstellung gingen die drei italienischen Künstler ähnlich vor wie die Steinmetze in der Dombauhütte. Sie bearbeiteten große Blöcke aus Zartbitterschokolade mit Meißeln, Feilen und Schnitzmessern und ließen den Dom Stückchen für Stückchen entstehen. Zuvor hatte sich Projektleiter Stefano Comelli das Originalbauwerk aus unterschiedlichen Perspektiven genau angesehen.

Das Ergebnis ist beeindruckend. Selbst kleinste Verzierungen und Motive sind zu erkennen. Im Innern sorgen winzige mit Plexiglas ummantelte Lämpchen dafür, dass zum Beispiel das Richterfenster leuchtet. Das Plexiglas verhindert, dass die Lampen zu viel Wärme entwickeln.

Wohl temperiert und gut geschützt vor zu viel Sonneneinstrahlung steht der Schokoladendom im Erdgeschoss des Schokoladenmuseums. Das Kunstwerk ist leicht zu finden, es steht direkt neben dem Schokoladenbrunnen. Ein gut gewählter Platz, denn an dieser Stelle geben die Häuser und die Bäume den Blick auf das Original frei. Neben dem Schokobrunnen stand bis vor einigen Monaten die nicht minder imposante Nachbildung des Dreikönigenschreins. Die Berliner Bildhauerin Sonja Alhäuser hatte den Schrein des Kölner Doms im Maßstab 1:1 aus 300 Kilogramm Schokolade hergestellt.

Museumsdirektorin Maria Mrachacz kündigte an, dass der Schokoladendom bis zum 3. Februar 2016 im Museum am Rheinauhafen bleibt.

Quelle: RP
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