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"Respekt"-Kampagne
Kölner lästern über Silvester-Bändchen

"Respekt"-Kampagne: Kölner lästern über Silvester-Bändchen
Die Bänder sollen am Silvesterabend in Köln verteilt werden. FOTO: dpa, ve htf
Köln. Für die Silvesternacht plant die Stadt Köln mit einem großen Polizeiaufgebot und einer Schutzzone am Dom. Zudem sollen am 31. Dezember Armbänder mit der Aufschrift "Respekt" verteilt werden. Viele Kölner spotten über die symbolische Aktion.

Bunte Comics mit klaren Verhaltensregeln beim Feiern in mehreren Sprachen wurden bereits unters Volk gebracht. Am Silvesterabend selbst sollen mehr als 10.000 Leuchtarmbänder mit der bunten Aufschrift "Respekt" oder "Respect" im Zentrum Kölns verteilt werden.

Bei den Bändern handelt es sich um eine symbolische Aktion. Eine Aktion, die das diesjährige Silvester-Motto "Friedlich feiern – fröhlich, sicher und respektvoll" stützen soll. So wünschte es sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf einer Presssekonferenz im Rathaus vergangenen Mittwoch.

Armbänder statt Armlänge Abstand

Im Netz sorgen die Bänder für Unverständnis und Diskussion. Wie nach den Attacken vor zwei Jahren, als Reker zu einer "Armlänge Abstand" als Schutzmaßnahme für Frauen riet. 

"Was genau können diese Armbänder? Können die Kugeln abfeuern oder entfaltet sich à la James Bond ein Käfig um den möglichen Angreifer?", schreibt ein Nutzer auf der Nachrichtenplattform Twitter. "Wenn nicht, dann ist es die blödeste Sache zu diesem schlimmen Vorfall in Köln", schreibt er weiter.

Eine Frau kommentiert die Aktion mit den Worten: "Im Umkehrschluss heißt doch diese dümmliche Aktion, ohne Band ist man wohl Freiwild? Diese Aktion ist eine Frechheit gegenüber Frauen!"

Die Kampagne sei notwendig, sagte der Kölner Comedian Fatih Çevikkollu dem "Kölner-Stadt-Anzeiger". "Die Umsetzung jedoch, mit Armbändchen und Comic-Motiven, klingt für mich nach Aktionismus." So könnten auf den Bändchen genauso gut "Lebkuchen" oder Sprüche aus Glückskeksen stehen.

 

(laha)
 
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