| 16.58 Uhr

Skandal in Köln
SEK-Einheit wird neu gegliedert

So arbeitet ein Spezialeinsatzkommando (SEK)
So arbeitet ein Spezialeinsatzkommando (SEK)
Köln. Nach den zuletzt harschen Diskussionen um die bizarren Aufnahmerituale bei einem Spezial-Einsatzkommando der Polizei Köln ist nun der Weg für eine Neugliederung der Einheit frei. Das alte Kommando wird formal aufgelöst.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, werden die freigestellten Polizisten das Kommando verlassen und Innendienst verrichten -  so lange, bis ihre Diziplinarverfahren, die vom Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW durchgeführt werden, abgeschlossen sind. Durch diesen Schritt kann das Kommando aufgelöst und neu organisiert werden. 

Ende September hatte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers eines seiner drei Sondereinsatzkommandos aufgelöst, nachdem Details zu fragwürdigen Aufnahmeritualen öffentlich geworden waren. 

SEK bis GSG9: Die deutschen Spezialeinheiten

"Vor dem Hintergrund der derzeitigen Sicherheitslage ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir schnellstmöglich wieder ein drittes, einsatzfähiges SEK-Kommando in Köln aufstellen können", sagte Albers nun.

Die Neugliederung der Kölner Spezialeinheiten soll zum Jahreswechsel beginnen. Dabei soll den Empfehlungen, die der ehemalige Direktor des Landeskriminalamtes, Wolfgang Gatzke, in seinem Untersuchungsbericht gegeben hat, eine besondere Bedeutung zukommen.

FOTO: dpa, mb htf cul

Zum Fortgang der parallel laufenden Disziplinarverfahren erklärte der Leiter des LAFP, Michael Frücht: "Ich werde die ersten disziplinaren Entscheidungen noch in diesem Jahr treffen. Ein Abschluss aller Disziplinarverfahren ist im 1. Quartal 2016 möglich."

(sef)
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