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Übergriffe in Kölner Silvesternacht
Zahl der Anzeigen steigt auf über 800

Wir erklären die Anzeigen von Köln
Wir erklären die Anzeigen von Köln FOTO: Radowski
Köln. Bei der Polizei gehen auch mehr als zwei Wochen nach den Übergriffen in Köln immer weitere Anzeigen ein. Mittlerweile seien es 809, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Dienstag - am Tag zuvor waren es noch 766 gewesen.

Sexualstraftaten seien von 521 Personen angezeigt worden. Zudem werden zum Beispiel Diebstähle und Körperverletzungen gemeldet.

In der Kölner Silvesternacht hatten Männergruppen Frauen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bislang gegen 21 Beschuldigte, acht davon sitzen in Untersuchungshaft. Den Männern aus Nordafrika werden Diebstahl, Raub, Hehlerei oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen, in einem Fall auch sexuelle Nötigung. Bislang sei nur in einem Fall bei einer Überprüfung festgestellt worden, dass es sich um erfundene Vorwürfe gehandelt habe, sagte Bremer.

Nach Einschätzung der Opferorganisation Weißer Ring empfinden besonders oft Opfer von Sexualdelikten Angst, Scham und Hilflosigkeit nach einer Tat. Das könne sie unter Umständen hemmen, zur Polizei zu gehen.

(lnw)
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