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Einsturz des Kölner Stadtarchivs
Angeklagter entgeht Prozess wegen schwerer Herzerkrankung

Stadtarchiv Köln: So sieht die Einsturzstelle sechs Jahre danach aus
Stadtarchiv Köln: So sieht die Einsturzstelle sechs Jahre danach aus FOTO: dpa, obe tba
Köln. Das Verfahren gegen einen Angeklagten im Prozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs wurde vorläufig eingestellt. Er leidet an einer schweren Herzerkrankung. Der Prozess gegen fünf weitere Angeklagte geht weiter. 

Im Fall des Kölner Stadtarchiv-Einsturzes ist das Strafverfahren gegen einen der Angeklagten vorläufig eingestellt worden. Grund ist eine Erkrankung eines Angeklagten. Der Mann leide an einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung, teilte das Landgericht Köln am Dienstag mit. "Der Zustand des Angeklagten ist nicht nur akut lebensbedrohlich, sondern kann nur durch eine Organtransplantation nachhaltig verbessert werden", hieß es. Gegen die verbleibenden fünf Angeklagten werde wie geplant am Mittwoch kommender Woche die Hauptverhandlung beginnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten fahrlässige Tötung und Baugefährdung vor. Die Angeklagten waren als Beschäftigte der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) oder der beteiligten Baufirmen am Ausbau der U-Bahn beteiligt.

Das größte deutsche Kommunalarchiv war am 3. März 2009 eingestürzt. Zwei Anwohner kamen dabei ums Leben. Der Schaden belief sich auf mehr als eine Milliarde Euro.

Von Anfang an wurde vermutet, dass unterirdische Bauarbeiten den Einsturz ausgelöst haben könnten. Den Angeklagten wird vorgeworfen, bei den Arbeiten Fehler gemacht oder den Bau nicht sorgfältig genug kontrolliert zu haben.

 

(cebu/lnw)
 
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